Ulm Schlägerei in der Ulmer Innenstadt

Ulm / SWP 27.06.2017

Eine Auseinandersetzung in der Ulmer Innenstadt hat sich am frühen Dienstagmorgen zur einer Schlägerei entwickelt.

Laut Polizei waren gegen 4 Uhr mehrere Personen am Bahnhofsplatz aufeinander losgegangen. Mit einer Stange, einem Pflasterstein und einer Flasche. Teils schlugen sie auf sich ein, teils konnten Zeugen das verhindern. Offenbar war es bereits zuvor in einer Gaststätte zum Streit zwischen den Männer gekommen.

Passanten verständigten schließlich die Einsatzkräfte. Zwei Beteiligte ergriffen deshalb die Flucht. Sie nahm die Polizei an der Friedrich-Ebert-Straße fest. Wie viele Personen an der Auseinandersetzung insgesamt beteiligt waren, muss die Polizei noch ermitteln. Der Rettungsdienst musste einen leicht Verletzten versorgen.

Eine unschöne und vermeidbare Szene vermeldet die Polizei am Rande der Auseinandersetzung. Denn während viele Streifen nach den Geflüchteten suchten, traf eine Polizeistreife am Omnibusbahnhof auf zwei Männer, von denen einer eine Holzlatte in der Hand hatte. Da der Verdacht bestand, dass die Beiden an der Auseinandersetzung beteiligt waren, sollten sie von der Polizei überprüft werden. Doch schon der Aufforderung, die Latte wegzulegen, kamen die Beiden nicht nach. Das war aber zum Schutz der Beamten dringend erforderlich. Erst als die Polizisten selbst den Schlagstock in den Hand nahmen um ihre Entschlossenheit deutlich zu machen, ließen sich die Beiden dazu überreden. Doch auch den anderen Anweisungen verweigerten sich die Burschen. So aggressiv zeigten sie sich gegenüber den Beamten, dass diese sie überwältigen mussten, um die weiteren Überprüfungen vorzunehmen. Einer griff dabei sogar nach dem Schlagstock der Polizisten. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sie mit der Auseinandersetzung am Bahnhofsplatz vermutlich nichts zu tun hatten. Das hätte sich jedoch weit ruhiger klären lassen, so die Polizei. Sie prüft jetzt, ob gegen die 26 und 24 Jahre alten Männer aus Ulm ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden muss.