Polizei durchsucht Haus Scharfe Munition und illegale Waffen in Erbach gefunden

Illegale Waffen wie diese hat die Polizei in einer Wohnung im Alb-Donau-Kreis gefunden.
Illegale Waffen wie diese hat die Polizei in einer Wohnung im Alb-Donau-Kreis gefunden. © Foto: Symbolbild (Friso Gentsch/dpa)
Erbach / swp 02.02.2019
Bei der Durchsuchung eines Hauses in Erbach hat die Polizei scharfe Munition und illegale Waffen entdeckt.

Mehr als 50 Waffen und scharfe Munition hat die Polizei im Haus eines 78-Jährigen in Erbach-Donaurieden gefunden. Gegen den Mann wird wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz ermittelt. Der 78-Jährige ist dem Landratsamt Alb-Donau offenbar als Waffenbesitzer bekannt.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, stellte ein Mitarbeiter bei einer Kontrolle am vergangenen Dienstag Unregelmäßigkeiten fest. Der Behördenmitarbeiter schaltete daraufhin die Polizei ein, die wiederum bei der Staatsanwaltschaft Ulm einen Durchsuchungsbeschluss erwirkte. Auf dem Anwesen entdeckten die Ermittler ein wahres Waffenarsenal: mehr als 50 Lang- und Kurzwaffen unterschiedlichen Kalibers. Darunter befänden sich augenscheinlich auch alte Kriegswaffen, sagte Michael Bischofberger, Sprecher der Staatsanwaltschaft Ulm auf Anfrage. Einige der Waffen seien unbrauchbar.

Gutachten notwendig

Die Ermittler hätten sich aber noch keinen umfassenden Überblick über den Zustand der Pistolen und Gewehre verschaffen können: „Wir brauchen einen Gutachter.“ Erst wenn die Expertise vorliege, könne der Fund endgültig rechtlich bewertet werden, sagte Bischofberger. Auch müsse überprüft werden, ob die Waffen möglicherweise bei Straftaten verwendet wurden. Dafür gebe es bisher aber keine Anhaltspunkte. Klar sei, dass der 78-Jährige – dem Oberstaatsanwalt zufolge wohl ein Waffensammler – gegen das Gesetz verstoßen habe.

Die Durchsuchung, an der am Dienstagnachmittag und -abend etwa zwölf Beamte beteiligt waren, dauerte nach Beobachtung von Nachbarn mehr als vier Stunden. „Da war schwer was los“, berichtet ein Anwohner. Bei dem Waffensammler handelt es sich offenbar um einen ehemaligen Bundeswehrsoldaten, der seit Jahrzehnten in Donaurieden wohnt.

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