Für die Polizei Ulm stand der Montag im Zeichen der Sicherheit im Verkehr: Wie das Polizeipräsidium Ulm in einer Mitteilung berichtet, führten die Beamten in der Region, unter anderem in Biberach, Donzdorf, Heidenheim, Ehingen und Ulm, verschärft Kontrollen durch. Dabei erwischten sie zahlreiche Raser, betrunkene Fahrer, Gurtmuffel und Handy-Sünder. Einige Beispiele:

In Biberach waren in der Waldseer Straße zwei Fahrer mit 49 Stundenkilometern statt der erlaubten 30 unterwegs. An einem VW Passat in Bad Schussenried hatten beide Vorderreifen nicht genügend Profil und die Hauptuntersuchung (TÜV) war seit bereits seit Mai überfällig.

Mit Drogen am Steuer in Süßen unterwegs

In Donzdorf war an einem Motorrad die Betriebserlaubnis erloschen. Die Spiegel waren zu eng montiert, der Kettenschutz und der Rückstrahler fehlten und der Kupplungshebel war abgebrochen. Eine Fahrerin und ein Fahrer standen in Donzdorf und in Süßen im Verdacht, sich unter der Einwirkung von Drogen ans Steuer gesetzt zu haben. Die 19-Jährige und der 23-Jährige mussten ihre Autos stehen lassen und eine Blutprobe abgeben.

Einen 22-Jährigen stoppte die Polizei in Uhingen. Der war ohne Gurt und mit Handy am Ohr mit einem VW unterwegs. Gleich fünf Fahrer hielten sich in Göppingen nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Bei erlaubten 30 Stundenkilometern in der Eichertstraße waren die Fahrer alle über 21 Stundenkilometer zu schnell. Ein ausländischer Fahrer musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

Polizei erwischt Gurtmuffel in Heidenheim

In Heidenheim war die Fahrt für einen 22-Jährigen zu Ende. Er stand unter dem Verdacht, sich unter der Einwirkung von Drogen hinter das Steuer gesetzt zu haben. Ein Drogentest verlief positiv, weshalb der Mann eine Blutprobe abgeben musste. Fünf Gurtmuffel waren in der Schnaitheimer Straße unterwegs und vier weitere in der Böhmenstraße in Gerstetten. Dort stoppte die Polizei auch zwei Fahrer, die das Handy benutzt hatten.

Bußgeld und Punkte in Ehingen und Ulm

Fünf Fahrer müssen in Ehingen mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen, weil sie das Handy benutzten. Auch in Ulm waren vier Fahrer in der Neuen Straße durch das Handy abgelenkt. Zwei weitere waren nicht angeschnallt und einer kam wegen eines defekten Auspuffs mit einem Mängelbericht davon. In der Karlstraße stoppte die Polizei einen 32-jährigen Audi-Fahrer. Er stand unter dem Verdacht, sich unter der Einwirkung von Drogen ans Steuer gesetzt zu haben. Die Fahrt für den Mann beendet und er musste eine Blutprobe abgeben.

Statistik der Polizei zu Ursachen von Unfällen

Die Polizei weist in ihrem Bericht darauf hin, dass die Ablenkung am Steuer fatale Folgen haben kann und unterlegt das mit der Statistik: Im Jahr 2018 registrierte die Polizei im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm 5535 Handy-Verstöße. Das waren 816 (plus 22 Prozent) mehr als im Vorjahr. Nach wie vor werde die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen durch die Benutzung von Handys stark unterschätzt. Bei zwölf tödlichen Unfällen ließ sich im vergangenen Jahr die Ursache nicht ermitteln. Das deute auf Ablenkung als Ursache hin.

Die Polizei appelliert deshalb dringend an die Fahrer, das Telefon liegen zu lassen, auch wenn es bei der Fahrt klingelt. Bereits bei Tempo 50 bedeutet eine Sekunde Ablenkung 14 Meter Blindfahrt.

Weitere Tipps und Informationen rund um das Thema Ablenkung im Verkehr gibt es im Internet unter www.runtervomgas.de.

Zahlreiche Fahrer ohne Sicherheitsgurt unterwegs

Ebenso sei die Zahl der festgestellten Gurtverstöße erschreckend hoch. So seien im vergangenen Jahr im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm 8454 Verstöße geahndet worden. Auch hier mahnt die Polizei in der Mitteilung: „Gurte retten Leben! In den letzten Jahren hatte etwa jeder vierte tödlich verunglückte Verkehrsteilnehmer den Sicherheitsgurt nicht angelegt.“ Diese und viele weitere Tipps gibt die Polizei in Broschüren auf jeder Polizeidienststelle oder im Internet unter www.gib-acht-im-verkehr.de

Mehr Kontrollen auf Drogen sollen Unfälle verhindern

Auch in Sachen Drogen will die Polizei durch intensive Kontrollen für weniger Unfälle und somit für mehr Sicherheit sorgen. 37 registrierte Drogenunfällen im Jahr 2018 sei der höchste Wert im 10-Jahres-Vergleich. Deshalb kündigte die Polizei bereits zu Jahresbeginn an, ihre Kontrollen weiter anzuheben. Auch zu schnelles Fahren sei nach wie vor eine der Hauptursachen schwerer Unfälle. Deshalb geht die Polizei auch so konsequent gegen Temposünder vor.

Das Resümee der Polizei nach der Aktion am Montag: Insgesamt zeige das Ergebnis der Kontrollen deren Notwendigkeit. Deshalb kündigte die Polizei in ihrem Bericht an, diese fortzusetzen.

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