Ungewöhnlicher Rauschgiftfund bei einer Polizei-Kontrolle an der A 7. Beamte der Schleierfahndung Lindau haben im Kofferraum eines Autos 1,5 Kilo Rohopium entdeckt. Das Rauschgift war in einem Seitenfach des Kofferraums versteckt. Die drei Männer, die mit dem Auto unterwegs waren – indische Staatsbürger im Alter von 32, 37 und 43 Jahren –, wurden festgenommen und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft

1,5 Kilo Rohopium soll zu Heroin weiterverarbeitet werden

Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West mit Sitz in Kempten am Dienstag mitteilte, waren die Fahnder am vergangenen Sonntag gegen 16.45 Uhr, auf dem Autobahn-Rasthof Illertal­-West auf den Wagen mit italienischen Kennzeichen aufmerksam geworden. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die drei Männer auf der Fahrt von den Niederlanden nach Südtirol waren. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten eine in Plastik verpackte, quaderförmige Masse: 1,5 Kilo Rohopium, das zu Heroin weiterverarbeitet werden kann. Einer der Männer hatte „eine größere Bargeldmenge“ bei sich. Wieviel Geld, teilt die Polizei nicht mit.

Haftbefehle erlassen

Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Memmingen erließ am Dienstag Haftbefehle gegen die Verdächtigen. Sie wurden in drei Gefängnisse gebracht. Über den Wert der 1,5 Kilo Rohopium und darüber, wieviel Heroin daraus hergestellt werden könnte, macht die Polizei keine Angaben. Das hänge vom Wirkstoffgehalt ab, sagt eine Sprecherin. Die Ermittlungen über Herkunft und mögliche Abnehmer des Rauschgifts dauern an.