Großeinsatz der Polizei im Landkreis Neu-Ulm: Wie das Polizeipräsidium berichtet, eskalierte am Montag ein mutmaßlich schon länger schwelender Streit zwischen zwei Männern im Altenstadter Ortsteil Bergenstetten. Demnach zog ein 77-Jähriger während der Auseinandersetzung im Hof eines Anwesens in Bergenstetten eine Waffe und feuerte auf den 65-jährigen Nachbarn. Der Mann wurde von den Kugeln zwei Mal getroffen und schwer verletzt.

Mann mit Verletzungen durch Schüsse in Bergenstetten ruft Polizei

Nach Angaben der Ermittler alarmierte der 65-Jährige am Montag, 8.02.2021, gegen 12.30 Uhr per Notruf die Polizei und sagte den Beamten der Einsatzzentrale, dass sein Nachbar auf ihn geschossen habe und dass er getroffen und verletzt sei. Die Einsatzzentrale schickte mehrere Streifen nach Bergenstetten. Der 65-Jährige wurde vom Rettungsdienst mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Flucht mit dem Auto: Fahndung nach mutmaßlichem Täter

Im Einsatz waren etwa dreißig Beamte der
  • Polizeiinspektion Illertissen,
  • der Operativen Ergänzungsdienste Neu-Ulm,
  • der Kriminalpolizei Neu-Ulm sowie
  • benachbarter Dienststellen.
Noch bevor die ersten Einsatzkräfte auf dem Anwesen in Altenstadt Bergenstetten eintrafen, sei der 77-jährige Tatverdächtige mit einem Fahrzeug vom Tatort geflohen, hieß es weiter. Deswegen habe man eine Fahndung eingeleitet.
Beamte der Polizeiinspektion Illertissen entdeckten das Fahrzeug des 77-Jährigen rund zwei Kilometer vom Tatort entfernt und stoppten es.

Polizei findet Revolver im Auto des Verdächtigen

Im Auto des Verdächtigen habe man die mutmaßliche Tatwaffe, einen Revolver, gefunden. Der Mann wurde festgenommen, die Waffe sichergestellt. Details zu der Bluttat und Hintergründe über den Streit und die Beziehung der beiden Männer sind noch nicht bekannt.

Kripo ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts in Altenstadt Bergenstetten

Beamte der Kriminalpolizei Neu-Ulm nahmen noch am Montagnachmittag die Ermittlungen auf. Sie gehen nach den ersten Erkenntnissen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in Memmingen von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Der Polizei zufolge ist nicht klar, ob der Verdächtige eine Erlaubnis für den Besitz der Schusswaffe gehabt habe. Die Ermittler betonen auch, dass trotz der Schüsse keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe.