In dem kleinen Ort Heiligkreuztal im Kreis Biberach hat sich am Samstag ein Aufsehen erregendes, blutiges Drama ereignet, bei dem am Ende ein Mensch durch Stiche schwer verletzt wurde und operiert werden musste, und ein weiterer nach seiner Flucht über Riedlingen am Ende in Ehingen festgenommen wurde.
Die Polizei sprach schon kurz nach der Tat von einem „versuchten Tötungsdelikt“. Was war im Wald bei Heiligkreuztal geschehen?

Versuchte Tötung: Was im Wald bei Heiligkreuztal geschah

Erst am Montag gaben die Staatsanwaltschaft Ravensburg und das Polizeipräsidium Ulm nach intensiven Ermittlungen Details bekannt: Es handelte sich um eine brutale gewaltsame Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern im Alter von 42, 41 und 35 Jahren, die blutig endete.
Laut der Polizei traf der 42-Jährige am Samstag gegen 14.15 Uhr in dem Wald auf mehrere weitere Personen. Es entwickelte sich einen zunächst verbal geführter Streit, der dann aber in Gewalt eskalierte.

Schläge und Stiche mit Metallspieß in Heiligkreuztal

Der 35-Jährige soll dem Bericht zufolge auf den 42-Jährigen eingeschlagen haben. Dieser wiederum habe mit einen Werkzeugschlüssel aus seinem Auto zurückgeschlagen. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung soll dann ein 41-Jähriger mit einem Metallspieß auf den 42-Jährigen losgegangen und auf ihn eingestochen haben. Durch die Stech-Attacke wurde der 42-Jährige schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus, wo er operiert werden musste. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Ravensburg lagen die Stiche unter anderem im Bereich des Herzens.

Mutmaßliche Täter flüchten nach blutigem Streit - Festnahme in Ehingen

Die 35 und 41 Jahre alten Männer, sowie eine 33 Jahre alte Frau die bei der Auseinandersetzung dabei gewesen war, flüchteten nach der Tat. Die Polizei leitete eine Fahndung ein, bei der auch ein Hubschrauber im Einsatz gewesen sein soll. Der 41-jährige Tatverdächtige stieg nach der Attacke offenbar in Riedlingen in den Zug und wurde abends in Ehingen aufgegriffen, auch die anderen Beteiligten wurden festgenommen. Sie waren alle alkoholisiert. Blutproben sollen dazu nun genauere Informationen liefern.

Mutmaßlicher Täter vorbelastet - Er sitzt in U-Haft

Der 35-Jährige und die 33-Jährige kamen nach derzeitigem Ermittlungsstand wieder auf freien Fuß. Gegen den 41-Jährigen bestand bereits ein Haftbefehl wegen Diebstahls. Er wurde am Sonntag dem zuständigen Richter am Amtsgericht vorgeführt. Der 41-Jährige befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Motiv für Auseinandersetzung ist noch unklar

Was der Auslöser für die Gewalttat unter den Beteiligten, die einen Großeinsatz von Polizei und Rettungsdiensten in dem kleinen Dorf ausgelöst hatte, ist unklar. Die Beteiligten kennen einander, es soll sich aber nicht um ein Familiendrama gehandelt haben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft in Ravensburg zu der Bluttat in Heiligkreuztal, das zur Gemeinde Altheim gehört und das in der Region vor allem durch das Kloster Heiligkreuztal bekannt ist, laufen weiter.