Leg dich lieber nicht mit dem Fiskus an - das kann auf Dauer unangenehm werden. Diese Erfahrung mussten am Dienstag Fahrgäste erleben, die in einem Bus eines Reiseunternehmers aus dem Kosovo im Allgäu unterwegs waren.

Wie das Hauptzollamt in Lindau berichtet, haben Zollbeamte einer Lindauer Kontrolleinheit bei diesem Reiseunternehmer konsequent durchgegriffen: Weil er beim Finanzamt noch Umsatzsteuerschulden in Höhe von fast 30.000 Euro offen hatte, pfändeten die Zollbeamten kurzerhand seinen Bus – auf dem Parkplatz Humbrechts an der A96 bei Wangen.

Fahrgäste auf der A96 müssen umsteigen

Immerhin, die sechs Fahrgäste im Bus des säumigen Schuldners wurden nicht sitzen gelassen, sie wurden mit einem Ersatzshuttle an ihre Ziele gebracht, hieß es beim Zoll.

Der Reisebus im Wert von etwa 20.000 Euro wurde beim Zoll abgeliefert. Sollte der Reiseunternehmer seine Steuerschulden nicht in einer gesetzten Frist zeitnah begleichen, werde der Bus „verwertet“, wie es beim Hauptzollamt hieß.

Schon 2019 einmal einen Bus gepfändet

Der Unternehmer ist beim Zoll offenbar guter Kunde: Bereits im Dezember 2019 hatten die Zöllner an gleicher Stelle einen Bus derselben Firma beschlagnahmt.

Wie das Zollamt Lindau mitteilt, ist der Zoll befugt, im Rahmen seiner Kontrollen bei Ausländern offene Steuerforderungen zu vollstrecken und gegebenenfqalls auch Gegenstände zu pfänden.