Schusswechsel Nächtliche Schüsse bei Bordellen auf der Blaubeurer Straße

HANS-ULI MAYER 25.02.2013
Erneut ist es bei den Bordellen in der Blaubeurer Straße zu einer nächtlichen Auseinandersetzung gekommen. Es sollen sogar Schüsse gefallen sein.
Die Blaubeurer Straße ist eines der wichtigen Handelszentren der Stadt. Entlang der vierspurigen Straße haben sich große Einkaufsmärkte angesiedelt, die tagsüber für großen Publikumsverkehr sorgen. Doch auch nachts herrscht an der Ein- und Ausfallstraße ordentlich Betrieb – allerdings nicht immer zur Freude der Polizei. Erst am zurückliegenden Wochenende musste sie wieder zu einem großen Einsatz ausrücken, über den sie erst gestern berichtete.

Morgens gegen 3.40 Uhr war ein Hilferuf im Revier Mitte eingegangen, wonach sich mitten auf der Blaubeurer Straße direkt zwischen den beiden großen Bordellen an der Beringerbrücke mehr als 30 Personen gegenüberstehen. Ein Zeuge will ein paar Schüsse gehört und obendrein beobachtet haben, wie ein Mann geschlagen wurde. Als die Polizeibeamten eintrafen, waren zwar die meisten der Personen noch mitten auf der Straße anzutreffen, aber weder fanden sie einen Täter noch ein Opfer.

Dafür gibt es aber Spuren, welche die Angaben des Zeugen stützen. Tatsächlich fanden die Beamten mehrere Hülsen von abgefeuerten Patronen, die nach Informationen der SÜDWEST PRESSE zu scharfer Munition gehören. Außerdem wurden mehrere, offenbar weggeworfene Messer gefunden, wie sie bei derlei Auseinandersetzungen zumeist jüngerer Täter durchaus üblich sind.

Die polizeilichen Ermittlungen befinden sich aber noch ganz am Anfang. Wie ein Behördensprecher mitteilte, hätten die Polizisten vor Ort zwar zahlreiche Personalien aufgenommen, einen Grund für die Auseinandersetzung beziehungsweise einen möglichen Verlauf aber nicht feststellen können. Bei den Anwesenden handelt es sich teilweise um der Polizei aus Rockerkreisen oder rockerähnlichen Gruppierungen bekannte Personen. Ob sie allerdings an der Aktion beteiligt waren, könne derzeit noch nicht bestätigt werden, äußerte sich der Sprecher sehr zurückhaltend. Teilweise sollen die Personen aus ganz Süddeutschland stammen.