Memmingen/Ulm Mysteriöses Autowrack in den Bergen - 31-Jähriger vor Gericht

Ein ausgebranntes Auto im Oytal bei Oberstdorf auf einer Höhe von etwa 1400 Metern in den Allgäuer Bergen (2015).
Ein ausgebranntes Auto im Oytal bei Oberstdorf auf einer Höhe von etwa 1400 Metern in den Allgäuer Bergen (2015). © Foto: Benjamin Liss (dpa)
Memmingen/Ulm / SWP 23.08.2016
Ein 31-jähriger Mann, der in den Allgäuer Alpen sein Auto angezündet haben soll, steht seit Dienstag vor Gericht. Wie er mit dem Auto in die Berge gekommen ist, ist noch unklar.
Ein vermutlich psychisch kranker Mann, der hoch oben in den Allgäuer Alpen sein Auto angezündet haben soll, steht
seit Dienstag vor Gericht. Dem 31-Jährigen werden mehrere Straftaten vorgeworfen - unter anderem Diebstahl und Sachbeschädigung in zahlreichen Fällen sowie vorsätzliche Brandstiftung. Zu Beginn der Verhandlung vor dem Landgericht Memmingen räumte der Beschuldigte die Vorwürfe ein. Nach jahrelangem Drogenkonsum habe er zur Tatzeit Wahnvorstellungen gehabt und „Strahlungen von oben empfangen“, wie er sagte.

Der ungewöhnliche Fall hatte im November bundesweit Aufsehen erregt. Ein Wanderer hatte das Autowrack mit Ulmer Kennzeichen bei Oberstdorf auf etwa 1400 Metern Höhe in einem trockenen Bachbett gefunden. Von dem Besitzer fehlte zunächst jede Spur. Wie der Mann mit seinem Kleinwagen durch das unwegsame Gelände dorthin kam, ist noch unklar.

Das Gericht muss in dem Prozess klären, ob der Mann wegen seiner Krankheit schuldunfähig ist und dauerhaft in einer Psychiatrie leben muss. Ein weiterer Verhandlungstag ist kommende Woche angesetzt.

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