Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilen, führt die Kriminalpolizei Neu-Ulm seit Oktober 2018 ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen mittlerweile vier Beschuldigte aus dem Rockermillieu. Ausschlaggebend für die Ermittlungen war eine Verkehrskontrolle eines 43-Jährigen im Herbst letzten Jahres in Senden.

Durchsuchungen im Rockermilieu: Panzerfaust in Wohnung gefunden

Bei der Kontrolle des Fahrzeugs befand sich noch ein weiterer 25-jähriger Tatverdächtiger. Die Beamten fanden neben einem funktionsfähigen Sturmgewehr auch zwei scharfe Handfeuerwaffen. Bei der anschließenden Untersuchung der Wohnung wurden noch weitere Waffen, Sturmgewehre und sogar eine Panzerfaust entdeckt.

Weitere Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft ergaben Hinweise auf zwei weitere Beschuldigte im Alter von 36 und 27 Jahre, die auch der Rockergruppe angehörten

Sondereinsatzkommando durchsucht weitere Wohnungen im Rockermilieu

Mit Durchsuchungsbeschlüsse konnten am Mittwoch durch das SEK und Beamte der Polizei Neu-Ulm in zwei Wohnungen durchsucht werden.

In der Wohnung des 36-jährigen Mannes wurde Kokain im zweistelligen Grammbereich und ein vierstelliger Bargeldbetrag, der vermutlich aus Drogengeschäften stammt, konfisziert.

Auch etliche Hieb- und Stichwaffen sowie zahlreiche Schusswaffen und scharfe Munition wurden in der Wohnung gefunden.Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und anschließend auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm einem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Auch die Wohnung des zweiten, 27 Jahre alten Beschuldigtem, wurde nach Angaben der Polizei durchsucht. Der 27-Jährige wurde nach Beendigung aller Maßnahmen entlassen.

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