Das kroatische Busunternehmen, das im Auftrag eines deutschen Fernbus-Anbieters unterwegs war, hatte insgesamt 68.000 Euro Personenbeförderungssteuer nicht bezahlt. Jasmin Staab vom Hauptzollamt Ulm erläutert, dass die Fahrt des vollbesetzten Busses für die Zeit der bis zu zwei Stunden dauernden Kontrolle unterbrochen wurde. Nachdem ein Münchner Anwalt des Unternehmens eine Anzahlung von 10.000 Euro hinterlegt und eine Erklärung unterschrieben hatte, laut der die restlichen Schulden zeitnah beglichen werden, durften die Passagiere und der Fahrer die Reise fortsetzen.

Den Bus zu pfänden war für die Beamten in diesem Fall keine Option: Das kroatische Subunternehmen war mit einem Leasingfahrzeug des deutschen Anbieters unterwegs. Steuerschulden kommen bei Fernbus-Unternehmen immer wieder vor, sagt Staab: Erst vor zwei Wochen hatte ein italienischer Reiseunternehmer bei Dornstadt 18.000 Euro Steuern noch vor Ort nachgezahlt.