Eine Redakteurin der Lokalredaktion bemerkte am Dienstag zwei Mädchen in einem Einkaufszentrum, die Schilder in der Hand hielten. Ihr Hund wurde bei einem Spaziergang in Pfaffenhofen vergiftet. Auf Nachfrage unserer Zeitung erzählte die Hundehalterin, dass sie gemeinsam mit ihrer Familie und ihrem einjährigen Labrador in Pfaffenhofen spazieren waren. Sie waren von der Kirchstraße in Richtung Beuren durch Feldwege unterwegs.

Der Hund kam in die Tierklinik

Kurze Zeit später habe sich der Hund ständig übergeben. Als die Hundebesitzerin am Montag darauf bei der Arbeit war, bemerkte ihre Tochter, dass der Hund Blut erbrochen hatte. Die Tochter rief die Mutter ihrer Freundin an, die Tierärztin ist. Gemeinsam brachten sie den Labrador sofort in die Tierklinik in Babenhausen. Mit der Aktion vor dem Einkaufsladen wollten sie andere Hundebesitzer auf die Gefahr aufmerksam machen und warnen.

Hat es sich um Giftköder gehandelt?

Der Tierarzt habe eindeutig eine Vergiftung festgestellt: „Es schien wohl etwas Leckeres zu sein, sonst würde es unser Hund nicht fressen.“ sagte die Hundebesitzerin. Es ist unklar, um welches Gift es sich dabei handelte und es befanden sich keine Nadeln beziehungsweise Nägel im Köder.

Am Dienstag verschlechterten sich die Werte des jungen Labradors deutlich und er war in einem kritischen Zustand. Glücklicherweise geht es dem Hund inzwischen besser und er kann langsam wieder Nahrung zu sich nehmen. Die Hundebesitzerin wird diesen Vorfall demnächst noch bei der Polizei melden.

Wo gibt es oft Hundeköder?

Am häufigsten findet man Köder an Plätzen wie zum Beispiel in Parks, an öffentlichen Grünanlagen, an Seen, im hohen Gras auf Wiesen und im Gebüsch. Dabei sollen Halter und Hunde mit vermeintlich leckeren Happen in die Irre geführt werden.