Am Montagvormittag blickten zahlreiche Passanten in der Ulmer Innenstadt Richtung Himmel: Ein Hubschrauber flog am Horizont, direkt über dem Ulmer Münster. Bei genauerem Betrachten wurde klar: Es handelte sich beim tarnfarbenen Helikopter offenbar um eine Maschine der Bundeswehr.

Helikopter über Ulm: Transportmaschine der Bundeswehr

Auf Anfrage erklärt Presseoffizier Theo Wermeling, dass der Helikopter zum Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim gehört. Der Flug über Ulm war ein Übungsflug mit Start in Laupheim. Die Route führte dabei in den Bereich Aalen und wieder zurück. Der Hubschrauber überflog Ulm knapp 470 Meter über Grund. „In dieser Höhe dürfen auch Sportpiloten über Ulm fliegen“, erklärt Wermeling.
Derartige Übungsflüge gehörten im größten fliegenden Verband der Luftwaffe zur täglichen Routine, so der Presseoffizier.

CH-53 GA kommt bei nationalen Katastrophen zum Einsatz

Bei der Maschine, die am Montag unterwegs war, handelt es sich um eine CH-53 GA. Ein mittelschwerer Transporthubschrauber, der zur Beförderung von Personen und Material genutzt wird. Er werde auch für Übungsflüge genutzt. Im Fall von nationalen Katastrophen – zum Beispiel bei Hochwassern, Waldbränden oder Schneekatastrophe – kommt die CH-53 GA auf Bitten von Behörden zur Unterstützung.

Helikopter für Spezialkräfte flog im Dezember über UIm

Bereits im Dezember hatte ein Trainingsflug des Hubschraubergeschwaders 64 über Ulm für Aufsehen gesorgt. Bei der Maschine handelte es sich damals um einen H145M LUH SOF (Light Utility Helicopter Special Operations Forces) von Airbus Helicopters. Das ist ein Helikopter für die Spezialkräfte der Bundeswehr. Zum Beispiel für das Kommando Spezialkräfte. Das ist eine militärische Spezialeinheit der Bundeswehr, die unter anderem im Bereich Aufklärung, Terrorismusbekämpfung und Rettung zum Einsatz kommt.