Ulm Gas im Mehrfamilienhaus

Ulm / SWP 16.04.2012
Mit Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung sind am Samstag alle sechs Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Gögglingen in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Dabei hatten sie noch Glück im Unglück: Bereits am Freitagabend hatte ein Bewohner einen "komischen Geruch" wahrgenommen, der Sache aber keine weitere Bedeutung zugemessen. Doch am Samstagmorgen war der Geruch noch da. Als der 55-Jährige dann gegen 8 Uhr seine 84-jährige Mutter in ihrer Erdgeschoss-Wohnung im Bett liegend vorfand, rief er den Rettungsdienst. Kurz darauf wurden auch er und seine 19-jährige Tochter bewusstlos. Die Sanitäter alarmierten die Feuerwehr Ulm und Gögglingen, die Messungen im Haus vornahm. Diese ergaben eine siebenfach höhere Kohlenmonoxid-Konzentration als zulässig. Die Ursache fand sich im Keller: Am älteren Ölheizungskessel war das Abgasrohr nicht mehr am Kessel angebracht, die Abgase verteilten sich im Haus.

Bis auf die 84-Jährige konnten alle Hausbewohner nach ambulanter Versorgung das Krankenhaus wieder verlassen. Die Polizei prüft nun, ob jemand ein Verschulden an dem Vorfall trägt.

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