Westerstetten / JOACHIM STRIEBEL  Uhr
Nach einem Brand ist ein Mehrfamilienhaus in Westerstetten nicht mehr bewohnbar. Die Gemeinde sucht für die sieben Bewohner andere Räume.

Westerstetten. Flammen schlugen aus dem Dachgeschoss eines Wohnhauses, als Kommandant Rüdiger Schraag und seine Leute am Mittwoch kurz vor 4 Uhr in der Westerstetter Hauptstraße eintrafen. Ausgerüstet mit Atemgeräten, begannen einige Feuerwehrleute sofort mit der Brandbekämpfung im Gebäude. Andere löschten von außen, zur Hilfe eilten den Westerstetter Wehrleuten Kameraden aus Beimerstetten und Amstetten. Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute auf den Beinen, sie saugten Löschwasser aus Hydranten und aus der Lone. Wie Schraag berichtet, wurde mit Hilfe der Drehleiter aus Amstetten die Dachhaut geöffnet, um alle Flammen ersticken zu können. Dies dauerte bis 6.15 Uhr. Schraag ist froh, dass weder Hausbewohner noch Feuerwehrleute verletzt wurden.

Der durch Feuer und Löschwasser entstandene Schaden ist enorm, das Polizeipräsidium Ulm nannte am Mittwoch eine Summe von 500 000 Euro. Die Brandursache ist noch nicht bekannt, laut Polizeisprecher Wolfgang Jürgens suchen Kriminaltechniker im Gebäude nach möglichen Hinweisen.

Ein Bewohner hatte gegen 3.45 Uhr ein Knistern gehört und das Feuer im Dachstuhl entdeckt. Er schlug Alarm. Die Mieterin des Dachgeschosses war nicht zu Hause. Die vierköpfige Familie im Geschoss darunter und die im Erdgeschoss wohnende ältere Hausbesitzerin und deren Pflegerin konnten das Haus rechtzeitig verlassen. Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung kamen alle vorerst bei Verwandten im Ort unter. Die Gemeinde selbst verfüge derzeit über keine freien Wohnungen, sagte eine Rathausmitarbeiterin. Die Suche nach anderen Wohnräumen gestalte sich wegen der Urlaubszeit schwierig. Die Gemeinde hofft, dass sich noch Vermieter auf dem Rathaus melden werden.

Während des Feuerwehreinsatzes war die Westerstetter Hauptstraße gesperrt, es wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet. Noch am Vormittag kontrollierten Brandwachen der Feuerwehr regelmäßig das Gebäude, Experten überprüften dessen Standsicherheit.