In einer Mitteilung gab die Polizei Ulm am Rosenmontag ihre Bilanz für knapp 130 Fasnetsveranstaltungen in und um Ulm bekannt. Dabei registrierte die Polizei insgesamt eine hohe Zahl an Verstößen: „Besonders auffällig war, dass 32 Jugendliche betrunken waren. Zwei davon mussten sogar in einem Krankenhaus behandelt werden. 53 Gewaltdelikte registrierte die Polizei, davon 46 unter Alkoholeinfluss. Bei diesen Gewaltdelikten handelt es sich um Körperverletzungen, in einem Fall richtete sich die Gewalt gegen Polizeibeamte. In 20 Fällen nahm die Polizei Beteiligte von Auseinandersetzungen in Gewahrsam.“

Daneben sprachen die Beamten 67 Platzverweise aus. In vier Fällen ermittelt die Polizei, weil Beamtinnen und Beamten beleidigt wurden. In einem Fall wurde ein Streifenwagen beschädigt.

Volkmarsen

Auch auf der Straße schlug sich das närrische Treiben nieder: In den letzten drei Wochen registrierte die Polizei zwölf Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss. Dabei wurden sieben Personen verletzt. Weitere Verkehrsunfälle habe die Polizei durch ihre Kontrollen verhindert, denn sie stellte bei den Alkoholkontrollen insgesamt 92 Betrunkene am Steuer fest. Bei 39 davon lag das Ergebnis des Alkoholtests über 1,1 Promille. Auch 48 Fahrer unter dem Einfluss von Drogen zog die Polizei aus dem Verkehr.

Fasnet in Ulm: Das sagt die Polizei

Im Bereich um Ulm vermeldet die Polizei etwa eine gefährliche Körperverletzung auf dem Faschingsball in Rammingen: Ein 19-Jähriger wurde von anderen Festbesuchern in ein Gebüsch gestoßen, getreten und geschlagen. Erst als er den Tätern sein Geld aushändigte flüchteten sie. Der 19-Jährige wurde jedoch glücklicherweise nicht verletzt.

Während die Egginger Fasnet ohne Störungen verlief, musste die Polizei in Dietenheim einen Betrunkenen in Gewahrsam nehmen. Er hatte sich zuvor aggressiv aufgeführt. Eine 15-Jährige musste mit Verdacht auf Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

Außerdem musste die Polizei mehr als 30 Mal einschreiten, weil Jugendliche unerlaubt Alkohol oder Zigaretten bei sich hatten.