Auto-Tuning Ulmer Polizei geht gegen PS-Poser vor

Die Ulmer Polizei ist am Wochenende gegen Auto-Tuner vorgegangen.
Die Ulmer Polizei ist am Wochenende gegen Auto-Tuner vorgegangen. © Foto: Eibner
Ulm / SWP 10.06.2018
Insbesondere in den Abendstunden wird die Ulmer City zur Rennstrecke der Auto-Tuner. Dagegen ist die Polizei nun mit einer Kontrolle vorgegangen.

Die Ulmer Polizei hat am Samstag in der Ulmer Innenstadt Verkehrskontrollen durchgeführt. Besonders getunte Fahrzeuge hatten in den Abendstunden die Beamten im Blick. Die spezialisierten Beamten überprüften insgesamt 25 Fahrzeuge. Ein Sachverständiger unterstützte die Polizisten bei der Kontrolle.

20 Fahrzeuge nicht in Ordnung

Insgesamt waren 20 Fahrzeuge nicht in Ordnung. Aufgrund von Umbauten war an 18 Fahrzeugen sogar die Betriebserlaubnis erloschen. In den meisten Fällen waren es Umbauten am Fahrwerk und nicht zugelassene Kombinationen von Reifen und Felgen. Aber auch Änderungen am Auspuff und der zugehörigen Anlage führten zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Insbesondere deshalb, weil die Fahrzeug dadurch lauter wurden. Die Polizei stellte drei Fahrzeuge sicher. Über diese wird ein Gutachten erstellt. Denn die Veränderungen waren so gravierend, dass die Fahrzeuge nicht mehr verkehrssicher waren.

Runter bis aufs Gewebe

An einem Pkw waren die Reifen soweit abgefahren, dass bereits das Gewebe zum Vorschein kam. Zwei Pkw-Lenker hatten das Fahrwerk am Fahrzeug so tief eingestellt, dass die Reifen an der Karosserie streifen.

Die Ulmer Polizei führt regelmäßig solche Fahrzeugkontrollen durch. Denn die Ulmer Innenstadt wurde in den vergangenen Monaten und Jahren besonders in den Abendstunden und am Wochenende zum Anziehungspunkt für die Tuning- und Poserszene. Über laute Fahrzeuge, unnötiges Hin- und Herfahren, die damit verbundenen Umweltbeeinträchtigungen aber auch die Gefahr durch schnelle Fahrten beschweren sich immer wieder Anwohner und Besucher. Deshalb wird die Polizei ihre Kontrollen auch fortsetzen, um diese Gefahren zu bändigen.

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