Der Fernbus war auf der Fahrt von Frankreich nach Ungarn, als ihn die Zöllner der Spätschicht stoppten und die 45 Passagiere mitsamt Gepäck auf der Rastanlage Dornstadt einer Kontrolle unterzogen. Der eingesetzte Spürhund „Vicky“ erschnüffelte zwei Gepäckstücke, in denen die Beamten sieben Kilo Kokain und knapp fünf Kilo Marihuana fanden. Das Kokain war auf sieben in Alufolie eingeschweißte Päckchen verteilt, das Marihuana befand sich in Folienbeuteln in einem Koffer.

Die Beamten konnten die Gepäckstücke zunächst keinem der Reisenden zuordnen und informierten den Zollfahndungsdienst. Dieser identifizierte als Verdächtige zwei Reisende aus Ungarn, von denen Fotos gemacht und DNS-Proben genommen wurden. Die Gepäckstücke wurden zur weiteren Untersuchung in ein Labor des Bundeskriminalamts (BKA) geschickt.

Supernase: Drogenspürhund Vicky hat hohe Erfolgsquote

Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte Oktober. Auf Anfrage erklärte Hagen Kohlmann vom Hauptzollamt Ulm, warum der Fall erst jetzt bekannt wurde: „Bei so einem großen Fund müssen wir uns mit Staatsanwaltschaft, Richter und Zollfahndung abstimmen. Bis wir das weitere Vorgehen koordiniert haben, kann es dann schon mal eine Weile dauern.“

Auf Spürhund Vicky ist Kohlmann besonders stolz: „Sie ist einer unserer besten Spürhunde. Sie hat schon 100 Kilo Marihuana in einem Jahr aufgespürt. In zwei Jahren wird sie zu alt für den Job sein, aber bis dahin freuen wir uns auf viele schöne Erfolge.“