Das schöne Wetter am Wochenende scheint manche dazu animiert zu haben, die Corona-Regeln in Bayern auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Polizei musste im Kreis Neu-Ulm am Wochenende gleich mehrfach wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz einschreiten. Allein am Samstag, 20.02.2021, kam es nachmittags und in der Nacht zu mehreren Vorfällen mit Polizeieinsätzen.

Einsatz der Polizei: Gruppe beim Grillen in der Vorwerkstraße ohne Abstand

So ging gegen 18 Uhr bei der Polizeiinspektion Neu-Ulm die Mitteilung ein, dass sich mehrere Personen in der Vorwerkstraße in Neu-Ulm zum gemeinsamen Grillen treffen würden. Eine Streifenwagenbesatzung traf vor Ort sechs Personen aus unterschiedlichen Hausständen an. Sie hielten sich laut der Polizei an keinerlei Abstandsregeln und hatten demnach ohne triftigen Grund ihre Wohnung verlassen.

Illegale Party in Unterkunft aufgelöst

Gegen 19:15 Uhr wurde eine laute Party in einer Unterkunft für osteuropäische Arbeitskräfte in der Lilienthalstraße in Neu-Ulm mitgeteilt. Zwei Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Neu-Ulm trafen insgesamt 20 Personen an, die schon deutlich alkoholisiert und dicht gedrängt vor der Arbeiterunterkunft eine Geburtstagsparty feierten. An
  • Kontaktbeschränkungen,
  • Abstandsregeln oder eine erforderliche
  • Mund-Nasen-Bedeckung
hielt sich der Polizei zufolge keiner der Beteiligten.

Verstöße: Unerlaubte Treffen auf Parkplätzen

  • Gegen 21:30 Uhr wurden drei Personen auf dem Parkplatz eines Kindergartens in der Steubenstraße angetroffen welche keine Masken trugen, unterschiedlichen Hausständen angehörten und die erforderlichen Mindestabstände nicht einhielten.
  • Gegen 22:30 Uhr wurden vier Personen auf einem Verbrauchermarktparkplatz in der Wegenerstraße im Neu-Ulmer Stadtteil Ludwigsfeld angetroffen. Die Personen stammten ebenfalls aus unterschiedlichen Hausständen und trafen sich laut eigenen Angaben dort „um eine Zigarette zu rauchen, was keinen triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung darstellt“, so die Polizei.
Alle Gruppierungen erwartet nun jeweils eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.