Ulm Chemische Reaktion in Lackiererei: Brand im Ulmer Gefängnis

HANS-ULI MAYER 28.02.2013
Eine chemische Reaktion von Lack- und Farbresten in der Lackiererei hat den Brand in der Justizvollzugsanstalt Ulm ausgelöst. Eine vorsätzliche Brandlegung schließt die Polizei aus.

Die gute Nachricht vorab: Keiner der in der Talfinger Straße inhaftierten Männer ist in der Nacht zum Donnerstag ausgebrochen. Kurz nach Mitternacht war die Feuerwehr alarmiert worden, weil auf dem Gelände des Gefängnisses ein Brand ausgebrochen war. Den Feuerwehrmännern schlugen aus den Türen eines Nebengebäudes Flammen entgegen, die allerdings schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten.

In der Lackiererei war es nach Darstellung der Polizei zu einer chemischen Reaktion von Lack- und Farbresten gekommen. Gearbeitet wurde zu dieser Zeit nicht, so dass sich keine Personen in dem Gebäudetrakt aufgehalten haben. Auch sonst ist der Betrieb der Justizvollzugsanstalt durch den Löscheinsatz nicht gestört worden. Die Gefangenen durften in ihren Zellen auf den Stockwerken bleiben.

Eine vorsätzliche Brandlegung, etwa als Teil eines Ausbruchsversuchs, wird von der Polizei ausgeschlossen. Es lägen keinerlei Hinweise vor, außerdem handele es sich beim Ulmer Gefängnis um eine Einrichtung des so genannten offenen Vollzugs, in dem viele Häftlinge am Ende ihrer Haftzeit auf die Freiheit vorbereitet werden. Der Sachschaden wird mit 50.000 Euro angegeben.