Böblingen / SWP  Uhr
Spezialkräfte der Bundespolizei haben zwei mutmaßliche Mitglieder einer Bande bei Freiburg festgenommen. Die Männer sollen Fahrkartenautomaten aufgebrochen und einen Schaden von rund 500.000 Euro angerichtet haben.

Die Bundespolizei hat die beiden Verdächtigen in der Nacht auf Freitag in Freiburg und Emmendingen festgenommen, laut einer Mitteilung vom Montag mit. Die Diebe sollen seit Februar 2019 mehr als 60 Fahrkartenautomaten aufgebrochen haben. Sie hatten sich auf das Aufbrechen von Automaten der Deutschen Bahn AG spezialisiert und überwiegend in kleineren Bahnhöfen entlang der Rheintalstrecke in Baden-Württemberg aber auch im Raum Hannover zugeschlagen. In einigen Fällen mussten die aus dem Großraum Freiburg stammenden Männer ihre Tat abbrechen und ohne Diebesgut vom Tatort flüchten.

Diebe richten eine halbe Million Euro Schaden an

Insgesamt machten die Diebe ordentlich Beute – und noch mehr Schaden. Der Wert des erlangten Diebesgutes dürfte sich auf rund 60.000 Euro belaufen, der Sachschaden wird vorläufig auf über 500.000 Euro beziffert.

Täter galten als gefährlich - und teils bewaffnet

Da die Täter als gefährlich eingestuft wurden, erfolgte die Festnahme durch Spezialkräfte der Bundespolizei. Es war zudem nicht auszuschließen, dass einer der Männer eine Waffe bei sich hat. Im Anschluss durchsuchten Bundespolizisten drei Wohnungen in Freiburg und im Elztal. Dabei konnten sie umfangreiches Beweismaterial sicherstellen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Verdächtige sind in U-Haft

Die 37-jährigen mutmaßlichen Täter sind in Haft. Am Freitag wurden sie auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft für die Verdächtigen an.

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