Ulm Bisher 30 Postkarten mit Fotos enthaupteter Studentinnen gemeldet

Ulm / Jana Zahner 10.01.2019
Die Polizei Ulm ermittelt weiter im Fall der Ekel-Postkarten in Briefkästen Ulmer Haushalte. Bisher sind rund 30 Fälle gemeldet.

„Wir haben bis jetzt 30 Postkarten gemeldet bekommen“, sagt Wolfgang Jürgens, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ulm. Die Flyer mit den Bildern von den in Marokko ermordeten Studentinnen aus Dänemark und Norwegen sind nach jetzigem Stand in Briefkästen in der Ulmer Innenstadt, der Oststadt und dem Eselsberg eingeworfen worden. Auf der Vorderseite der Einwürfe sind die abgetrennten Köpfe von zwei Frauen zu sehen – ob die Bilder echt sind, ist unklar.

QR-Code führt zu Webseite „PI News“

Auf der Rückseite ist neben einem islam- und migrationsfeindlichen Text ein QR-Code abgebildet, der auf das rechte Nachrichtenportal „PI News“ führt. Die Webseite richtet sich nach eigener Beschreibung „Gegen die Islamisierung Europas“ und steht der Identitären Bewegung und PEGIDA nahe.

Seit Jahresbeginn sind Karten im Umlauf

Offenbar verbreitet ein Unbekannter die Postkarten seit dem Jahreswechsel in Ulm.

„Wir gehen davon aus, dass der Straftatbestand der Gewaltdarstellung erfüllt ist“, sagt Jürgens. Dem Verfasser drohe eine Freiheits- oder eine Geldstrafe. „Wir sind noch am Anfang der Ermittlungen.“

Wer eine Karte erhalten habe, solle sich unter der Nummer 0731-1880 an die Polizei wenden.

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