Ulm / SWP Die Polizei Ulm hat mehr als 140 Fasnets-Veranstaltungen in der Region begleitet - jetzt ziehen die Beamten Bilanz.

In einer Pressemitteilung spricht die Polizei Ulm von einer „durchwachsenen“ Bilanz: „Zusammengefasst musste die Polizei wieder die Erfahrung machen, dass viele Menschen, auch Jugendliche, übermäßig dem Alkohol zusprachen.“

Insgesamt verzeichnen die Beamten 50 betrunkene Minderjährige, davon mussten acht wegen einer Überdosierung ins Krankenhaus.

Der Zusammenhang zwischen Alkohol und Gewalt wird an Fasnet besonders deutlich: Bei den 61 registrierten Gewaltdelikten - hauptsächlich Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte - waren 55 mutmaßliche Täter betrunken.

Ein 18-jähriger Fahrgast hat am Montag in einem Bus randaliert. Der junge Mann schlug erst mit den Fäusten, dann mit einem Nothammer gegen die Tür.

Reizgas im Festzelt

In Westerheim sprühte ein Unbekannter vermutlich mit Reizgas in einem Festzelt umher. 15 Personen erlitten leichte Verletzungen.

In Dietenheim musste die Polizei am Sonntag während des Umzugs mehrmals Alkoholika beschlagnahmen, die Jugendliche im Besitz hatten. In drei Fällen stellten Polizisten Rauschgifte sicher. Gegen zwei Jugendliche ermitteln die Beamten, weil sie beim Eintritt in ein Festzelt falsche Ausweise vorzeigten.

Positiv sei jedoch die Tatsache, dass viele Jugendliche am Zugang der für sie gesperrten Veranstaltungen scheiterten. Dies zeige, dass die Absprachen zwischen Veranstalter, Behörden und Polizei funktionierten und der Jugendschutz gewährleistet sei.

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