Die Kliniken in Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Neu-Ulm haben ein regionales Netzwerk aufgebaut, um ihre vorhandenen Kapazitäten während der Coronavirus-Pandemie bestmöglich zu nutzen. Das teilte die Uniklinik Ulm am Freitagnachmittag in einer Pressemeldung mit. Ziel sei es, die Behandlungskapazitäten klinikübergreifend zu erfassen und zu koordinieren. „Dies geschieht mit einer Übersichtsplattform, einem sogenannten Dashboard, das täglich aktualisiert wird“, heißt es in der Mitteilung.

Uniklinik Ulm koordiniert regionale Kooperation

Die Plattform soll von der Uniklinik Ulm koordiniert werden. Hervorgegangen sei die Kooperation aus den regelmäßigen Koordinationstreffen der Klinikleitungen in Ulm und im Alb-Donau-Kreis sowie der Kreisärzteschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung und des DRK im Landratsamt Alb-Donau-Kreis.

Wer beteiligt sich an dem Projekt?

Am Projekt beteiligen sich folgende Einrichtungen:
  • Universitätsklinikum Ulm
  • Bundeswehrkrankenhaus Ulm
  • Alb-Donau-Klinikum mit seinen Standorten in Blaubeuren, Ehingen und Langenau
  • Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm
  • Agaplesion Bethesda Klinik Ulm
  • Kliniken der Kreisspitalstiftung Weißenhorn in Neu-Ulm und Weißenhorn.

Welche Funktion hat die Klinik-Plattform?

Wie die Uniklinik Ulm schreibt, bildet das Dashboard eine gemeinsame Kapazitäten-Liste ab, die zeigt, in welcher Klinik zum jeweiligen Zeitpunkt wie viele Covid-19-Patienten auf den Normal- und Intensivstationen versorgt werden. Außerdem soll abgelesen werden können, wie viele freie Betten auf diesen Stationen für Betroffene zur Verfügung stehen. Auf diese Weise sollen Behandlungskapazitäten für Covid-19-Patienten optimal vorbereitet und bereitgestellt werden können.
Um die Versorgung der Covid-19-Patienten weiter zu verbessern, werde auch den Rettungsdiensten Zugriff auf das gemeinsame Dashboard ermöglicht. Dadurch sollen die Rettungsteams einen Überblick darüber haben, welche Klinik wie viele Kapazitäten für Patienten hat.

Kliniken bereiten sich seit mehreren Wochen auf Corona-Pandemie vor

„Das Universitätsklinikum Ulm wie auch die umliegenden Kliniken bereiten sich seit mehreren Wochen auf die Coronavirus-Pandemie vor. In diesem Zusammenhang haben wir unsere Kapazitäten im räumlichen, personellen und apparativen Bereich angepasst und aufgestockt“, erklärt der Leitende Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Ulm, Professor Dr. Udo X. Kaisers. Das regionale Netzwerk und das gemeinsame Dashboard solle nun ermöglichen die Kapazitäten bestmöglich an die Behandlungsbedarfe der an Covid-19 erkrankten Patienten in der Region anzupassen – „ohne die weiterhin erforderliche Therapie anderer Erkrankungen dabei zu vernachlässigen.“