Merklingen / swp Die A­­ 8 zwischen Ulm und Merklingen ist für das Verkehrsministerium aber kein Unfallschwerpunkt.

Auf den 22 Autobahnkilometern zwischen Ulm-Ost und Merklingen haben sich innerhalb eines Jahres 132 Verkehrsunfälle ereignet. Das geht aus der Antwort des baden-württembergischen Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Martin Rivoir (SPD) hervor. Das Ministerium bezieht sich auf den Zeitraum vom 11. März 2018 bis 10. März 2019 und stellt eine leichte Zunahme gegenüber den Vorjahren fest. Allein im Januar seien in dem fraglichen Abschnitt 19 Unfälle passiert, von einer Unfallserie will das Ministerium aber nicht sprechen.

Zehn der Unfälle im Januar geschahen auf „winterglatter Fahrbahn“, davon fünf am 2. Januar. Mangelhafte Bereifung, Fehler beim Einfädeln und beim Wechseln der Fahrstreifen und von Lastwagen herabfallende Eisplatten nennt das Ministerium als Ursachen. Hinzu kamen im Januar drei Auffahrunfälle in Baustellenbereichen.

Regelmäßige Kontrollen

Die Baustellen sind dem Ministerium zufolge ohnehin Unfallschwerpunkte. Und das trotz der Geschwindigkeitsbegrenzungen von 60 oder 80 Stundenkilometern. Auch am Ende von Staus habe es immer wieder gekracht.

Was macht das Verkehrsministerium, um die Sicherheit im genannten Autobahnabschnitt zu verbessern, fragt Rivoir. In der von Minister Winfried Hermann (Grüne) unterzeichneten Antwort wird zunächst auf die regelmäßigen Tempo- und Abstandskontrollen durch die Polizei verwiesen. Und: „Auf die Verkehrssicherung der Baustellenbereiche wird großes Augenmerk gelegt.“ So werde geprüft, vor der Baustelle bei Ulm-West in Richtung München ein Überholverbot für Lastwagen, Busse und Pkw mit Anhängern anzuordnen.

Einige der Schilderbrücken über die A 8 sind wegen der Ausbauarbeiten außer Betrieb. Bis Herbst dieses Jahres sollen alle funktionieren, teilt das Ministerium mit. Zwei Jahre später soll der gesamte Ausbau zwischen Hohenstadt und Ulm einschließlich des Doppelanschlusses Ulm-West/Ulm-Nord fertig sein.

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