Die Polizei ist am Samstag wegen mehrerer angemeldeter Demonstrationen in Stuttgart im Einsatz gewesen. Bei der größten Kundgebung auf dem Cannstatter Wasen stellten sich über 2000 Menschen gegen Rassismus und Hass. Anlass war der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai in den USA, der weltweit Debatten und Proteste ausgelöst hat. Die Veranstalter wiesen zu Beginn der Versammlung auf die Einhaltung der Auflagen, insbesondere der Abstände zwischen den Teilnehmenden hin und forderten sie auf, friedlich zu bleiben.

Marsch in der Innenstadt

Im Anschluss begleiteten Polizeikräfte einen Aufzug mit dem Thema "Stoppt den völkerrechtswidrigen Krieg der Türkei / Freiheit für alle politischen Gefangenen" in der Innenstadt. Nachdem sich der Aufzug gegen 15.30 Uhr in der Lautenschlager Straße in Bewegung gesetzt hatte, vermummten sich einzelne Teilnehmer, zündeten auf ihrem Weg über die Theodor-Heuss-Straße, den Rotebühlplatz und die Eberhardstraße zum Marktplatz trotz Aufforderung dies zu unterlassen, mehrfach Pyrotechnik und hielten zum Teil die geforderten Abstände nicht ein. Einzelne Aufzugsteilnehmer zeigten offenbar verbotene Fahnen und Einsatzkräfte wurden in Sprechchören beleidigt. Die Polizei hat Ermittlungen wegen verschiedener Straftaten und Verstößen gegen das Versammlungsrecht eingeleitet.

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