Wie die Staatsanwaltschaft Heilbronn zusammen mit dem Polizeipräsidium Aalen mitteilt, sind die Verantwortlichen für die zahlreichen Schussschäden im Bühlertal gefasst. Nachdem die Polizei am 20. April die Bevölkerung öffentlich im Mithilfe gebeten hatte, gingen beim Polizeiposten Bühlertann Hinweise ein, durch die eine Gruppe junger Männer aus Obersontheim in den Fokus der Ermittlungen geriet. Die Polizisten schafften es, nähere Informationen zur verwendeten Tatwaffe zu erlangen und den Besitzer der Waffe zu ermitteln. Dadurch gerieten zwei 18 Jahre alte Männer aus dem Bühlertal unter dringenden Verdacht. Das Amtsgericht Schwäbisch Hall ordnete nach Antrag der Staatsanwaltschaft die Durchsuchung ihrer Wohnungen an.

Obersontheim/Untersontheim

Dabei stellte die Polizei die Tatwaffe, die dazu benötigen CO2- Kartuschen und reichlich Munition sicher. Die beiden Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und räumten bei ihren Vernehmungen ein, aus dem Auto heraus unter anderem auf zwei fahrende Busse, auf Verglasungen von Bushaltestellen und auf Fenster- und Schaufensterscheiben geschossen zu haben. Nach Ende der polizeilichen Maßnahmen wurden die nicht vorbestraften Männer am Montagabend wieder auf freien Fuß gesetzt.

Bildergalerie Stahlgeschosse haben im Bühlertal viele Schäden hinterlassen

Bei der Tatserie waren im April innerhalb von einigen Tagen mehrere Fahrzeuge, Gebäude und andere Bauwerke beschossen worden. Bei den 21 Einzeltaten entstand ein Sachschaden von insgesamt über 25.000 Euro. Die Gemeinde Obersontheim hatte für Hinweise, die zur Ermittlung der Täter führen, eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt. Bei der Polizei sind insgesamt vier entscheidende Hinweise eingegangen, so dass über die Verteilung der Belohnung noch entschieden wird.