Bei Obersontheim im Landkreis Schwäbisch Hall ist am Dienstagabend ein Kleinflugzeug abgestürzt. Der 66-jährige Pilot starb dabei. Laut Polizei hatte der Mann auf einem Flugplatz zwischen Mittelfischach und Unterfischach gegen 19.45 Uhr Start- und Landeübungen durchgeführt.

Absturz aus 60 Metern Höhe

Kurz nach dem Start zog der Pilot Angaben der Polizei in Aalen zufolge in einem steilen Winkel nach oben. Das habe ein Fluglehrer vom Landeplatz aus beobachtet, teilte die Polizei mit. Der Fluglehrer wies den Piloten demnach per Funk an, das Manöver zu korrigieren. Auf diese Ansprache reagierte der Pilot jedoch nicht. Unmittelbar danach kippte die Maschine mit der Front nach vorne und flog in einem steilen Winkel in Richtung Boden.

Hierbei drehte sich die Maschine zunächst einmal nach links und anschließend nach rechts. Kurz darauf schlug die Maschine aus etwa 60 Meter Höhe auf einer Wiese auf und geriet sofort in Brand. Der Unfallhergang wurde von mehreren Vereinsmitgliedern vom Boden aus beobachtet. Diese begaben sich unmittelbar nach dem Absturz mit Feuerlöschern zum brennenden Wrack, um dieses zu löschen. Für den Piloten kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Unfallursache ist noch unklar

Die Feuerwehr löschte das brennende Wrack. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sollen am Mittwoch das Wrack untersuchen, bevor es geborgen werden kann. In der Mitteilung der Polizei heißt es: „Für den Unfall dürfte entweder eine Fehlbedienung oder eine medizinische Ursache verantwortlich sein. Ein Verschulden Dritter am Absturz der Maschine kann zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden.“ Die Polizei hatte mehrere Mitglieder eines Flugvereins in Obersontheim befragt.