Polizei Notbremsung am Haller Bahnhof

Schwäbisch Hall / swp 27.05.2017

Zwei bislang unbekannte männliche Personen haben den Lokführer einer Regionalbahn mit Fahrtrichtung Öhringen – Schwäbisch Hall am Donnerstag gegen 11.45 Uhr im Bahnhof Schwäbisch Hall zu einer Notbremsung gezwungen.

Der Lokführer fuhr zu diesem Zeitpunkt mit etwa Tempo 60 in den Bahnhof ein und erkannte dabei, wie zwei männliche Personen an der Bahnsteigkante am Bahnsteig 1 saßen und die Beine in den Gleisbereich baumeln ließen. Nach Einleitung einer Schnellbremsung sowie Abgabe eines andauernden Achtungspfiffes entfernten sich die unbekannten Männer im Alter von etwa 25 bis 30 Jahren aus dem Gefahrenbereich. Verletzt wurde durch die Schnellbremsung nach jetzigen Erkenntnissen niemand.

Männer dürfen nicht mitfahren

Auf der Rückfahrt des Zuges in Richtung Öhringen beabsichtigten die Männer, am Bahnhof Schwäbisch Hall in den Zug einzusteigen. Der Lokführer erkannte sie und verweigerte ihnen die Beförderung. Daraufhin kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung, wodurch sich die Weiterfahrt des Zuges verzögerte. Nachdem der Lokführer die Bundespolizei verständigte, flüchteten beide Personen in unbekannte Richtungen.

Das Bundespolizeirevier Heilbronn ermittelt nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Hinweise unter Telefon 0 71 31 / 8 88 26 00.

Info Die Bundespolizei weist darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Ein Aufenthalt zwischen Bahnsteigkante und der weißen Linie am Bahnsteig ist verboten. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Stehen.