Zwei Polen sind am Samstagabend gegen 20 Uhr in einer Wohnung in der Johann-Friedrich-Chur-Straße in Streit geraten. In der Wohnung eines Mehrfamilienhauses hielten sich zunächst fünf Männer auf, schreibt die Polizei. Zeugen berichten von einem Streitgespräch zwischen einem 23-Jährigen und einem 27-Jährigen. Es ging wohl darum, dass der 23-Jährige dem 27-Jährigen Geld schuldete. Im Verlauf des Gesprächs schlug der Ältere, der stark betrunken war, den Jüngern ins Gesicht, so dass dieser eine blutende Wunde an der Nase erlitt.

Die drei Männer, die sich mit in der Wohnung befanden, versuchten daraufhin, die beiden voneinander zu trennen. Der Geschlagene ging in das Badezimmer, um seine Wunde zu versorgen. Sein Rivale folgte ihm, um ihn erneut mit der Geldforderung zu konfrontieren. Im Bad kam es dann zu einer weiteren Auseinandersetzung, die schließlich wieder von den übrigen Männern beendet wurde.

Im Treppenhaus nahm man dann eine Schnittwunde am Bauch des 27-Jährigen wahr. Die Rettungsleitstelle wurde verständigt und der Mann mit einer lebensbedrohlichen Verletzung ins Krankenhaus eingeliefert. Der Mann musste notoperiert werden.

Das Polizeirevieren Schwäbisch Hall, die Reviere Crailsheim und Fellbach und die Verkehrsdirektion setzte insgesamt zehn Streifen ein, die sich vor Ort ein Bild von dem Vorfall verschafften und den Tatverdächtigen festnehmen konnten. Der Kriminaldauerdienst hat mit zwei Streifen und mit Unterstützung der Zentralen Kriminaltechnik noch am späten Abend die ersten Ermittlungen aufgenommen, die im weiteren Verlauf von der Haller Kriminalpolizei weitergeführt wurden. Bei dieser Ermittlungen ergaben sich am Sonntag Hinweise, dass der 23-Jährige sich mit einem zufällig im Bad liegenden Messer wehrte um weitere Angriffe des körperlich überlegenen Mannes abzuwehren. Der Verletzte, der sich nach wie vor im Krankenhaus befindet, war am Folgetag ansprechbar und konnte zum Sachverhalt vernommen werden.