Flog zufällig vorbei Bundeswehr-Hubschrauber löscht Traktorbrand

Braunsbach / Oliver Färber 03.08.2018
Neben den beiden Löschzügen der Feuerwehr Braunsbach und einem Fahrzeug der Abteilung Obersteinach der Ilshofener Wehr kommt bei einem Brand am Dienstagmorgen, 31. August, auch ein Hubschrauber der Bundeswehr aus Niederstetten zum Einsatz.

Es ist ein Zu- und Glücksfall, welcher der Braunsbacher Feuerwehr gestern Vormittag zu unverhoffter Unterstützung aus der Luft verholfen hat: Während ein Helikopter der Bundeswehr, der in Nieder­stetten stationiert ist, auf einem Übungsflug mit angehängtem Löschbehälter unterwegs ist,  gerät eine Strohballenpresse samt Traktor auf einem Feld bei Zottishofen in Brand. Die Besatzung entdeckt das Feuer und entscheidet, zu helfen. Sie lässt gleich zwei Ladungen mit jeweils 750 Litern Wasser über dem Gespann ab. Auch dank dieser Hilfe ist es gelungen, den Brand schnell in den Griff zu bekommen, und zu verhindern, dass er weiter um sich gegriffen hat.

Helikopter ist Kostenfrage

„Normalerweise wird natürlich kein Hubschrauber bei einem Einsatz dieser Größe alarmiert“, erklärt Kreisbrandmeister Werner Vogel auf Anfrage. Schließlich sei das ja auch eine Kostenfrage. In diesem Fall habe sich das durch den gleichzeitigen Übungsflug ergeben.

Die beiden Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Braunsbach, die schnell vor Ort gewesen sind, haben zudem auch am Boden Unterstützung erhalten. Zum einen ist die Abteilung Obersteinach mit einem Löschgruppenfahrzeug gekommen. Zum anderen haben auch Landwirte mit ihren Mitteln die Ausbreitung eingedämmt, indem sie mit einem Güllefass Wasser ausbrachten und den Boden bearbeiteten.

Wie es zu dem Feuer gekommen ist, dazu gibt es noch keine Ergebnisse. Nach nicht offiziell bestätigten Informationen vor Ort ist der Landwirt gegen 10.15 Uhr mit dem Traktor samt Strohballenpresse auf dem Feld nahe der Kreisstraße zwischen Jungholzhausen und Nesselbach bei der Arbeit gewesen, als er einen Knall vernommen hat. Es wird vermutet, dass in diesem Moment ein Hydraulikschlauch geplatzt und daraufhin das heiße Öl entwichen ist. Das könnte anschließend dafür gesorgt haben, dass sich das trockene Stroh samt der Maschine entzündet hat. Die Feuerwehr brachte das Feuer schnell unter Kontrolle. Langwieriger waren die Nachlöscharbeiten, weil erst alle Glutnester im Stroh erstickt werden mussten.

Schaulustige am Feld

Über dem Feld stieg eine hohe Rauchsäule hoch, die zahlreiche Schaulustige anlockte. Diese hielten mit ihren Fahrzeugen an der Kreisstraße an. Einige stiegen aus, um zu schauen, zu fotografieren und zu filmen. Dies führte zeitweise zu Verkehrsbehinderungen.

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