In der Nacht auf Freitag hat ein Gefangener in der JVA Schwäbisch Hall versucht, seine Bettdecke anzuzünden. Das teilte die Polizei mit. Um 23.50 Uhr bekamen die Justiz-Mitarbeiter einen entsprechenden Notruf.
Offenbar befand sich der Täter in einer „psychischen Ausnahmesituation“, wie Bernd Märkle, Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen auf Nachfrage von swp.de mitteilte. Näheres könne zum dem Tathergang nicht gesagt werden. Die Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Schwäbisch Hall ermitteln wegen Brandstiftung, antwortete der stellvertretende Leiter der JVA, Eric Judeich, auf unsere Nachfrage.

Rot am See / Ellwangen

Häftling unverletzt – Einzelzelle

Der Gefangene sei demnach von JVA-Mitarbeitern aus der Zelle geholt worden. Er wurde unverletzt in eine andere Haftzelle verlegt. „Im Haftverlauf gab es bei dem Gefangenen bisher keine derartigen Auffälligkeiten“, so Judeich. Die „Haftraumausstattung“ sei schwer entflammbar. Deswegen habe sich kein offenes Feuer, sondern nur starker Rauch entwickelt.
Die Feuerwehr Schwäbisch Hall habe den Brand gelöscht und das Gebäude belüftet. Um 1 Uhr habe sie den Einsatz beendet. Verletzt wurde nach derzeitigem Kenntnisstand niemand. „Nach Abschluss der Ermittlungen wird der Haftraum renoviert werden müssen. Eine genaue Schätzung der Schadenshöhe ist uns noch nicht möglich. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Sachschaden vergleichbar gering ist und die Zelle zeitnah wieder belegt werden kann“, heißt es in Judeichs Antwort. In der Mitteilung der Polizei wird der Sachschaden auf 5000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr war mit vier Fahrzeugen und 17 Einsatzkräften vor Ort.