Stuttgart/München / dpa/lsw  Uhr
Bei einer Razzia gegen Geldfälscher hat die Polizei in Baden-Württemberg 17 Wohnungen von 16 Beschuldigten durchsucht.

Laut Polizei wurden dabei Falschgeldnoten und geringe Mengen an Drogen gefunden. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, über einen Anbieter im sogenannten Darknet Falschgeld erworben zu haben. In Bayern wurde gegen einen 53-Jährigen Haftbefehl wegen Verdachts der Geldfälschung erlassen. In Deutschland koordinierte die Razzia das Landeskriminalamt Bayern.

Österreicher Geldfälscher als Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für die Ermittlungen war eine Falschgelddruckerei in Leoben (Österreich). Ein 32-Jähriger produzierte dort 10-, 20- und 50-Euro-Falschnoten und verkaufte diese im sogenannten Darknet, einem verborgenen Teil des Internets. So sollen die Blüten europaweit in Umlauf gebracht worden sein. Der Mann muss sich in Österreich vor Gericht verantworten. Zahlreiche Verdächtige sollen die Falschnoten gekauft haben: In 220 Fällen wurden Ermittlungsverfahren wegen Geldfälschung eingeleitet.

Unter Federführung der europäischen Polizeibehörde Europol gingen Beamte in 13 Staaten gegen die Geldfälscher vor. In Deutschland waren 900 Polizisten an fast 180 Durchsuchungen beteiligt.

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