Ein Nandu aus Privatbesitz sorgte am Donnerstagabend für Aufregung im Reutlinger Ortsteil Burgholz. Der Laufvogel war seinem Halter ausgebüxt und ließ sich nur sehr schwer einfangen. Ein Tierarzt musste das Tier betäuben.

Versuche, den Laufvogel einzufangen scheiterten

Ein Anwohner meldete der Polizei das entlaufene Tier am Donnerstagmittag gegen 14:30 Uhr. Der Nandu lief im Oberen Burgholz umher. Versuche, den flugunfähigen Vogel einzufangen, scheiterten zunächst. Deshalb wurde Vogelschützer und Artenretter Helmut Thüringer aus Grafenberg vom Polizeipräsidium Reutlingen zur Unterstützung angefordert. „Wir haben viel probiert, aber der Nandu ist uns immer wieder durch seinen schnellen und sehr kräftigen Zickzacklauf entkommen“, erklärt Thüringer.

Bis zu 60 Stundenkilometer schnell

Nandus greifen zwar keine Menschen an, sie können auf der Flucht aber bis zu 60 Kilometer pro Stunde laufen und somit durchaus Menschen umrennen und verletzen. Der Nandu gehört zu der Familie der Laufvögel, kann bis zu 1,40 groß und 30 Kilogramm schwer werden und ist in Südamerika und als Neozoon in Norddeutschland beheimatet.

Von einem Tierarzt betäubt

Nach einer gewissen Zeit konnte der Nandu dann in einem weiteren Privatgarten ausgemacht werden und von einem Tierarzt mittels Betäubungsgewehr kurzfristig sediert und eingefangen werden. Der Nandu wurde gegen 19 Uhr wieder zurück zu seinen Besitzern gebracht. Zur Erleichterung aller Beteiligten überstand er seinen Ausflug unverletzt.

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