Ein 19-jähriger Pkw-Lenker, der in der Nacht zum Mittwoch vor der Polizei geflüchtet ist und dabei mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet hat, ist gegen 23.50 Uhr nach einem von ihm verursachten Verkehrsunfall in Willmandingen gestellt worden.

Fahrer flüchtet mit hoher Geschwindigkeit

Der Alfa-Romeo-Fahrer, der gegen 23.30 Uhr aus Richtung Honau kommend in Fahrtrichtung Reutlingen unterwegs war, sollte in Unterhausen von einer Streife des Polizeireviers Pfullingen einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Anhaltezeichen missachtete er. Stattdessen flüchtete der Fahrer mit gefährlich hoher Geschwindigkeit in Richtung Reutlingen und weiter über die B313 in Richtung Eningen.

Anhalteversuche der Polizei scheiterten

Unterwegs zwang er bei Überholmanövern mehrere entgegenkommende Fahrzeuglenker zum Ausweichen. Am Kreisverkehr Weiherstraße fuhr er wieder zurück in Richtung Unterhausen. Anhalteversuche der Polizei scheiterten. Im Ursulabergtunnel und in Unterhausen setzte er seine gefährlichen Überholmanöver fort, wobei er weitere Verkehrsteilnehmer gefährdete, bevor er über die Kalkofensteige und Genkingen nach Willmandingen fuhr.

Kontrolle verloren - gegen Betonbrunnen geprallt

In der Lauchtertstraße verlor er die Beherrschung über seinen Wagen, kam nach rechts von der Straße ab und prallte gegen einen Betonbrunnen. Dabei entstand Sachschaden in Höhe von 12.000 Euro. Der Verdächtige versuchte anschließend, seine Flucht zu Fuß fortzusetzen, konnte dann aber vorläufig festgenommen werden. Hierbei kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Ohne Führerschein unterwegs - Verdacht auf Drogenkonsum

Der Mann war ohne Führerschein im Wagen eines Angehörigen unterwegs. Weil sich Hinweise auf eine Drogenbeeinflussung des Fahrers ergaben, wurde eine Blutentnahme veranlasst. Der Alfa Romeo, an dem wirtschaftlicher Totalschaden entstanden war, wurde sichergestellt und abgeschleppt. Der 19-Jährige sieht nun mehreren Strafanzeigen entgegen. Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des 19-Jährigen auf seiner Flucht gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei Tübingen zu melden. Tel. 07071/972-8660.