Schule Schüler feiern mit viel Alkohol und Müll

Reutlingen / swp 05.05.2017

Nur vereinzelt mit Straftaten, aber mit übermäßigem Alkoholkonsum und starker Vermüllung gingen die diesjährigen Feiern der Realschüler und Gymnasiasten an ihrem letzten Prüfungstag in Reutlingen einher.

Insgesamt etwa 400 bis 500 Schülerinnen und Schüler aus Reutlinger Schulen und aus Schulen umliegender Gemeinden feierten am Mittwoch den Abschluss der Prüfungen im Volkspark und in der Pomologie.

Vereinzelt wurden Körperverletzungsdelikte angezeigt, so zum Beispiel nachdem es gegen 14.30 Uhr in der Pomologie zwischen zwei Gruppierungen zunächst zu verbalen Streitigkeiten und dann zu leichten Handgreiflichkeiten gekommen war. Einem 19-Jährigen, der schlichtend eingreifen wollte, verpasste ein noch unbekannter Jugendlicher eine Ohrfeige und einen Faustschlag ins Gesicht. Eine weitere tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, die ihren Ursprung ebenfalls bei der Feier genommen hatte, wurde gegen 19 Uhr aus dem Bereich Payerstraße/Paul-Pfizer-Straße gemeldet. Der genaue Hergang muss noch ermittelt werden. Die Personalien der mutmaßlich Beteiligten wurden festgestellt. Ein 20-Jähriger, der hiergegen Widerstand leistete, musste vorläufig festgenommen und zur erkennungsdienstlichen Behandlung zum Polizeirevier gebracht werden. Er muss sich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Trotz des angekündigten und von der Stadt verfügten Mitführverbots von hochprozentigen Getränken mussten die Einsatzkräfte des Kommunalen Ordnungsdienstes und der Polizei zahlreiche Spirituosen oder branntweinhaltige Mixgetränke beschlagnahmen oder vor Ort entsorgen. Nahezu alle Anwesenden waren alkoholisiert, viele erheblich betrunken. Vereinzelt wurden Personen Platzverweise erteilt, bevor ihre aggressive Stimmung in Auseinandersetzungen mündete. Zwei Personen werden wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zur Anzeige gebracht, weil sie einen Teleskopschlagstock und ein verbotenes Einhandmesser bei sich hatten.

Auch ein Pfefferspray, das ein 24-Jähriger gegen Streitende einsetzen wollte, musste einbehalten werden, bevor damit Unheil angerichtet werden konnte.

Ein Jugendlicher musste aufgrund seines Trunkenheitsgrades vom Rettungsdienst zur Behandlung in die Klinik eingeliefert werden.

Für Unmut bei Anwohnern und Passanten sorgte der hohe Grad der Vermüllung während der Feier. Der von den Schülern organisierte Ordnungsdienst beseitigte die Hinterlassenschaften im Laufe des Donnerstags.

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