Calw: Passanten retten Frau und überwältigen Messerstecher

Mit ihrem beherzten Eingreifen haben Passanten in Calw einer Frau bei einem Messerangriff womöglich das Leben gerettet. Zugleich halfen sie der Polizei, weil sie nach Angaben vom Montag den mutmaßlichen Täter überwältigten.
Die Zeugen hätten am Sonntag Hilfeschreie der Frau gehört. Der Verdächtige habe mehrfach auf sein Opfer eingestochen. Schwer verletzt brachten Rettungskräfte die Frau in ein Krankenhaus. Der 19-jährige Tatverdächtige kam den Angaben zufolge am Montag auf Geheiß eines Haftrichters in eine psychiatrische Einrichtung. „Das Motiv für die Tat ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.“

Mössingen: Ins Freibad eingebrochen

In das Mössinger Freibad ist am frühen Sonntagmorgen eingebrochen worden. In der Zeit zwischen ein Uhr und kurz vor sechs Uhr drangen die Unbekannten in das Freibadgelände ein. Dort brachen sie mehrere Türen zum Kassenbereich beziehungsweise des Personalraums auf. Ein vorgefundener Tresor wurde gewaltsam geöffnet und mehrere leere Geldkassetten entnommen. Diese hebelten sie im Anschluss auf dem Gelände auf und ließen sie dort liegen. Möglicherweise erbeuteten die Einbrecher aus den Schränken sowie einer weiteren vorgefundenen Geldkassette etwas Bargeld. Zusammen mit Spezialisten der Kriminaltechnik hat das Polizeirevier Tübingen die Ermittlungen aufgenommen.

Dußlingen: Heftiger Verkehrsunfall aufgrund Sekundenschlaf

Ein sogenannter Sekundenschlaf hat am frühen Sonntagmorgen zu einem heftigen Verkehrsunfall auf der B 27 geführt. Eine 20-Jährige befuhr gegen 5.45 Uhr mit einem Ford von Tübingen herkommend die linke Fahrspur der Bundesstraße in Richtung Hechingen. Auf Höhe der Ausfahrt Gomaringen schlief sie ersten Erkenntnissen nach ein. Ihre Beifahrerin bemerkte dies und sprach sie an. Die junge Fahrerin erschrak daraufhin und verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug.
Der Ford schleuderte zunächst gegen die Mittelleitplanke, prallte anschließend gegen die rechte Leitplanke, bis er letztendlich nochmal beide Fahrspuren überquerte und an der Mittelleitplanke zum Stehen kam. Einem auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden, 58-jähriger Lenker eines Subaru gelang es, mit einer Vollbremsung einen Zusammenstoß zu vermeiden. Die Unfallverursacherin zog sich so schwere Verletzungen zu, dass sie vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht und dort stationär aufgenommen werden musste. Ihre Beifahrerin verletzte sich leicht, benötigte zunächst jedoch keine ärztliche Hilfe. Der Ford musste von einem Abschleppwagen geborgen werden. Der Schaden an dem Pkw beläuft sich auf zirka 8.000 Euro. Über die Schadenshöhe an den Leitplanken liegen noch keine Erkenntnisse vor. Der Führerschein der 20-Jährigen wurde auf staatsanwaltliche Anordnung hin beschlagnahmt.

Geschwindigkeitskontrollen in den Landkreisen Reutlingen, Esslingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis

Die Verkehrspolizei und die Polizeireviere im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen haben im Rahmen einer Schwerpunktkontrollwoche vom 9. bis zum 15. August gemeinsam mit den Messtrupps der Landkreise und Kommunen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.
Die gefahren- und unfallträchtigen Strecken in den Landkreisen Reutlingen, Esslingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis wurden in der vergangenen Woche intensiv überwacht. Während sich die große Mehrzahl der beanstandeten Geschwindigkeitsüberschreitungen im Bereich von bis zu 20 km/h bewegten und mit einem Verwarnungsgeld geahndet wurden, mussten gegen etwa 870 Fahrzeuglenkerinnen und -lenker Bußgeldverfahren wegen gravierender Geschwindigkeitsverstöße eingeleitet werden. 37 Fahrer waren dabei so schnell unterwegs, dass sie neben einem Bußgeld auch mit einem ein- oder mehrmonatigen Fahrverbot rechnen müssen. Die beiden traurigen Spitzenwerte erreichten ein
Motorrad- und ein Autofahrer auf der L 1150 von Esslingen in Richtung Baltmannsweiler. Während der Motorradfahrer mit 143 statt der erlaubten 60 km/h gemessen wurde, erreichte der Autofahrer dort einen Wert von 148 km/h. Die Kontrollen werden fortgesetzt.