Während der polizeilichen Kontrolle einer Gruppe junger Männer am frühen Sonntagmorgen, 11.10.2020, leisteten mehrere der Kontrollierten im Tübinger Hauptbahnhof Widerstand, weshalb die Beamten Pfefferspray gegen die Gruppe einsetzen mussten.

Auseinandersetzung am Tübinger Hauptbahnhof

Gegen 03:15 Uhr geriet eine achtköpfige Personengruppe zunächst mit zwei anderen jungen Männern am Tübinger Hauptbahnhof in eine verbale Auseinandersetzung. Als zwei alarmierte Streifen der Landespolizei die offenbar alkoholisierten Gruppen trennten und die Personalien der acht Männer feststellen wollten, stieß ein 22-jähriger deutscher Staatsangehöriger einem der eingesetzten Beamten gegen die Brust. Während der 22-Jährige infolge des Angriffs kontrolliert zu Boden gebracht und fixiert wurde, leistete er weiterhin Widerstand gegen die Maßnahmen, indem er einem Polizisten gegen das Knie trat und diesen zudem bespuckte.

Beamten setzten Pfefferspray ein

Während der Fixierung des jungen Mannes solidarisierten sich die umstehenden Gruppenmitglieder mit diesem, warfen den Beamten Polizeigewalt vor und filmten die polizeilichen Maßnahmen. Als mehrere zudem körperlich auf die Einsatzkräfte einzuwirken versuchten, setzten die Beamten Pfefferspray gegen die Personengruppe ein. Erst mit dem Eintreffen weiterer Streifen sowie einem Diensthund konnte die Situation beruhigt und die Personalien festgestellt werden. Gegen zumindest drei deutsche Staatsangehörige der achtköpfigen Personengruppe ermittelt nun die Bundespolizei unter anderem wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.