Eine Seniorin ist am Freitagmorgen im Ortsteil Dörnach von einem Bettler bestohlen worden. Der aggressiv auftretende Unbekannte trat nach bisherigen Erkenntnissen zumindest in der Gartenstraße, der Schönbuchstraße und der Mühlbachstraße auf, klingelte bei verschiedenen Bürgern und bettelte unter Vorhalt einer laminierten Bettelkarte um ein Almosen. Laut Zeugenaussagen versuchte er dabei stets, in die Gebäude zu gelangen. Während er bei zwei Haushalten an der Tür abgewiesen werden konnte, gelang es ihm gegen 9.50 Uhr, das Haus einer Seniorin über die nicht ordnungsgemäß verschlossene Haustür zu betreten und ins Wohnzimmer vorzudringen, wo er die völlig überraschte Bewohnerin antraf und um Geld bat. In der Folge entwendete er unbemerkt sowohl die Geldbörse seines Opfers als auch einige Geldscheine aus einer Geldtasche. Als er die Frau nach einem Glas Wasser fragte, hoffte er offenbar, ungestört nach weiterer Beute suchen zu können. Da die Seniorin seine Bitte abschlug, verließ er schließlich das Gebäude.

Polizeifahndung lief erfolglos

Erst dann wurde der Diebstahl bemerkt. Eine nach Alarmierung der Polizei sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagenbesatzungen verlief erfolglos.
Der Dieb war etwa 30 - 35 Jahre alt, etwa 170 cm groß und kräftig, hatte schwarze, kurze Haare und war mit einer Jeanshose und einer grauen Jacke bekleidet. Außerdem trug er eine dunkle Mütze und einen Mund-/Nasenschutz.
Immer wieder versuchen Kriminelle, insbesondere alleinstehende, ältere Menschen in ihren Häusern oder Wohnungen aufzusuchen. Sie geben sich z.B. als Bettler, Handwerker, Monteure, Postzusteller, Mitarbeiter eines Umfrageinstituts, einer Telefongesellschaft, einer Krankenkasse, der Rentenversicherung oder gar als Amtspersonen aus und haben doch nur ein Ziel: Ihre Opfer zu bestehlen.

Tipps der Polizei gegen Betrüger

Die Polizei rät:
- Halten Sie die Eingangstüren stets richtig geschlossen.
- Lassen Sie keine Unbekannten in Ihr Haus/Ihre Wohnung.
- Prüfen Sie vor dem Öffnen der Tür, wer davorsteht: über die Sprechanlage, den Türspion oder einfach das Fenster.
- Vergewissern Sie sich auch, wenn Sie jemanden erwarten, dass der Richtige vor der Tür steht, bevor Sie den Türöffner betätigen.
- Fallen Sie nicht auf den Glas-Wasser-Trick herein. Mit diesem Trick gelingt es den Tätern, einer zweiten Person unbemerkt Zutritt in die Wohnung zu verschaffen oder die Wohnung selbst nach Wertsachen zu durchsuchen.
- Lassen Sie nur Handwerker/Monteure herein, die sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden.
- Wenn sich jemand als Amtsperson ausgibt, lassen Sie sich den Dienstausweis zeigen. Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die Amtsperson angeblich kommt. Suchen Sie die Nummer selbst heraus.
- Ganz wichtig: Lassen Sie die Personen während der Überprüfung solange vor der geschlossenen Tür warten.

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