Viele Menschen haben den Schneefall herbeigesehnt. Winterspaziergänge im Wald tun Körper und Seele gut, bergen jedoch Gefahren, die nicht zu unterschätzen sind. Der in den vergangenen Tagen gefallene Schnee war sehr nass und schwer und die anschließenden niedrigen Temperaturen haben dazu geführt, dass der Schnee an den Zweigen der Bäume festgefroren ist.
Alexander Köberle, Leiter der Abteilung Forst im Landratsamt Tübingen erklärt, woher die Gefahr droht: „Gerade der Nassschnee kann im Wald große Schäden anrichten. Wird die Schneeauflage auf den Baumkronen zu groß, halten die Äste der Last nicht mehr Stand. Die Folge sind Ast-, Wipfel- und Kronenbrüche. Bei großer Last werden ganze Bäume geworfen oder brechen. Gefährdet sind vor allem Wälder in Mittelgebirgslagen. Aber auch im Landkreis Tübingen sind die Wälder durch den Nassschnee betroffen.“ Das Kreisforstamt bittet alle Waldbesucher darum, in den nächsten Tagen den Wald am besten zu meiden. Werden dennoch Waldspaziergänge unternommen, sollten die Wege nicht verlassen werden.
Auf keinen Fall sollten sich Waldbesucher dort aufhalten, wo Forstpersonal damit beschäftigt ist, umgestürzte Bäume zu beseitigen. In diesen Bereichen herrscht Lebensgefahr. Sie sind gesperrt und dürfen nur von den Forstleuten betreten werden.