Bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge fuhren am Samstag gegen 16.35 Uhr auf der B 28 zwischen Reutlingen und Metzingen/ Bad Urach ein 21-Jähriger mit einem Golf GTI und ein 19-Jähriger in einer Daimler E-Klasse viel zu schnell dicht hintereinander zunächst auf dem linken Fahrstreifen der vierspurig ausgebauten, jedoch auf Tempo 120 begrenzten Bundesstraße. An der Abfahrt Metzingen/Maienwaldknoten verließen beide noch immer mit überhöhter Geschwindigkeit die B 28 in Richtung der B 312 nach Bad Urach, wobei der 21-Jährige zunächst den rechten und der 19-Jährige den linken Ausfahrstreifen befuhr.
Den Angaben der Polizei nach versuchte der Daimlerfahrer dann den rechts fahrenden Golf genau zu dem Zeitpunkt zu überholen, als dieser die Fahrspur nach links wechselte. Trotz Ausweichmanöver des Daimlers in den linken Grünstreifen kollidierten die beiden Pkw, sodass der Golf ins Schleudern geriet, nach links von der Fahrbahn abkam und gegen mehrere Verkehrseinrichtungen sowie die ansteigende Böschung prallte. Dort wurde der Pkw ausgehebelt, hob ab und überschlug sich mehrfach, bevor er am rechten Straßenrand schließlich auf dem Dach zum Liegen kam. Der Daimler geriet bei der Kollision ebenfalls ins Schleudern und kam am linken Straßenrand zum Stehen.

Der 21-jährige Golffahrer sowie sein 22-jähriger Beifahrer erlitten bei dem Unfall schwere Verletzungen, konnten das Fahrzeug aber eigenständig verlassen. Sie wurden vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Der 19-jährige Daimlerfahrer blieb unverletzt.

Führerscheine beschlagnahmt

Auf staatsanwaltschaftliche Anordnung wurde der Führerschein jedes der beiden Fahrzeugführer beschlagnahmt. An den beiden Fahrzeugen sowie den Verkehrseinrichtungen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 24 000 Euro.
Die Überleitungsstrecke zwischen der B 28 und der B 312 musste für die Dauer der Unfallaufnahme, Bergungs- und Reinigungsarbeiten bis gegen 19.30 Uhr voll gesperrt werden. Deshalb hat sich dort zeitweise ein längerer Rückstau gebildet.

Auffahrunfall am Stauende

Gegen 18.40 Uhr ereignete sich am Stauende auf der linken Fahrspur außerdem noch ein Auffahrunfall. Dabei entstand zwar nur Sachschaden, doch die beiden beteiligten Pkw waren nicht mehr fahrbereit und mussten ebenfalls abgeschleppt werden.
Die Verkehrspolizei Tübingen ermittelt nun wegen des Verdachts eines unerlaubten Autorennens gegen die beiden beteiligten Pkw-Fahrer.