Am gestrigen Montag war es gegen 9 Uhr im Technikraum des Reutlinger Achalmbades zu einer unbeabsichtigten chemischen Reaktion gekommen. Ein Mitarbeiter hatte, wie es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke Reutlingen heißt, aus Versehen zwei Chemikalien – ein Flockungsmittel und das zur Wasserdesinfektion eingesetzte Natriumhypochlorit (NaCIO) – in einer geringen Dosis vermischt. Dies führte zu einer kurzen chemischen Reaktion.

Aufgrund der Osterferien war zu dieser Zeit noch kein Betrieb im Bad. Da die Sicherheit oberste Priorität hat, wurde vorsorglich die Feuerwehr informiert, die innerhalb weniger Minuten vor Ort war. Die Einsatzkräfte stellten bei Ihrem Eintreffen fest, dass die Mitarbeiter der Reutlinger Bäder bereits alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen vorbildlich umgesetzt hatten. Die betroffenen Räume wurden gelüftet und der verschlossene Kanister mit den Chemikalien wurde unter Beobachtung abgestellt.

Die Feuerwehr, die mit vier Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften vor Ort war, lagerte den Kanister schließlich in einer speziell für Chemikalien entwickelte Sicherheitstransportbox, die nun vom Hersteller der Chemikalien zur fachgerechten Entsorgung des Inhalts abgeholt wird.

Zwei Mitarbeiter wurden vorsorglich zur Kontrolle in die Klinik gebracht, konnten Ihre Arbeit aber noch am Montagvormittag wieder aufnehmen.

Aufgrund der geringen Menge und der Art der vermischten Stoffe habe zu keiner Zeit eine Gefahr für Mitarbeiter und Anwohner bestanden, versichern die Stadtwerke.