Einen überladenen Mercedes Sprinter haben Beamte der Verkehrspolizei am Montagvormittag, gegen elf Uhr, aus dem Verkehr gezogen. Die Polizei war zuvor vom gemeindlichen Vollzugsdienst alarmiert worden, dem das Fahrzeug bei einer Belieferung eines Lebensmittelgeschäfts aufgefallen war.

Salatgurken im Fußraum

Bei einer näheren Überprüfung stellten die Beamten dann fest, dass in dem Transporter deutlich zu viele Lebensmittel geladen waren. Der Kofferaufbau des Sprinters war bis unter das Dach gefüllt. Was im Laderaum keinen Platz mehr fand, wurde auf dem Beifahrersitz transportiert. Weil auch dieser an seine Kapazitätsgrenzen stieß, wurde der Fußraum zwischen Fahrersitz und Pedalen als Laderaum zweckentfremdet. Dort lag ein ganzes Bündel Salatgurken.

Von Prag bis Reutlingen

Dass diese in die Pedale geraten könnten, schien den Lenker auf seiner zurückliegenden Fahrt von Prag nach Reutlingen nicht zu beunruhigen.

Gesamtgewicht verdoppelt

Beim Wiegen des Sprinters kam heraus, dass dessen zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen um etwas mehr als 100 Prozent überschritten war, wog doch das Gefährt knapp über sieben Tonnen.

Vor Weiterfahrt entladen

Vor Gestattung der Weiterfahrt musste das unzulässige Gewicht abgeladen werden. Der 26-jährige, tschechische Fahrer musste außerdem auf Anordnung der Bußgeldbehörde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro hinterlegen.