Reutlingen Brand im Wohnblock

© Foto: FWRT
Reutlingen / SWP 02.03.2013
Kurz nach Mitternacht ging in der Nacht auf Freitag bei der integrierten Leitstelle ein Notruf über einen Wohnungsbrand in der Sickenhäuser Straße ein. Ein Bewohner dürfte wohl Schuld an dem Feuer sein.
Beim Eintreffen des Löschzuges der Berufsfeuerwehr drang dichter Qualm aus dem ersten Obergeschoss des Wohnblocks. Der Wohnungsinhaber hatte die Wohnung bereits verlassen und wurde von der Polizei betreut. Auf der Gebäuderückseite schlugen die Flammen aus dem Fenster und drohten, auf das Dach überzugreifen. <NO1>Zu einem Wohnungsbrand in die Sickenhäuser Straße ausrücken mussten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am Freitag kurz nach Mitternacht. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, drang bereits starker Qualm auf der Rückseite des Wohnhauses aus einem Fenster einer Wohnung im ersten Obergeschoss. <NO>Der Wohnblock wurde daraufhin evakuiert.

Einsatzleiter Brandamtmann Dirk Mettenberger veranlasste, dass ein Team unter Atemschutz über den Laubenaufgang vordrang, auf der Gebäuderückseite ließ er ein weiteres Rohr aufbauen, um die Ausbreitung des Brandes auf das Dach zu verhindern. Ein drittes Rohr wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte über eine Steckleiter direkt in die Wohnung gebracht.

Nach rund 20 Minuten war der Brand unter Kontrolle, eine weitere Ausbreitung verhindert. Nicht verhindert werden konnte hingegen, dass die Wohnung und das Inventar ausbrannten. Der 63-jährige Wohnungsinhaber, der sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen hatte, wurde vom Rettungsdienst versorgt und in eine Klinik gebracht. Der bei dem Brand entstandene Schaden dürfte sich nach ersten Schätzungen der Rettungskräfte auf etwa 80.000 Euro belaufen.
Den polizeilichen Ermittlungen zufolge dürfte der Mieter das Feuer selbst verursacht haben, als beim Rauchen brennende Zigarettenglut auf eine Zeitung fiel. Warum es dem Mann nicht mehr möglich war, ein Übergreifen der Flammen auf die Wohnungseinrichtung zu verhindern, konnte bisher nicht in Erfahrung gebracht werden. Bei den Nachlöscharbeiten, die rund zwei Stunden dauerten, wurde ein Drucklüfter zur Entrauchung der Wohnung und eine
Wärmebildkamera zum Auffinden der Brandnester eingesetzt.

Weil die Wohnung ausgebrannt und nicht mehr bewohnbar ist, wurde der Mieter in einer Pension untergebracht, bis ihm eine Ersatzwohnung durch die GWG gestellt werden kann. Die anderen Wohnungen wurden nach einer Messung wieder freigegeben. Im Einsatz war die Berufsfeuerwehr und die Abteilung Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte mit einem verstärkten Löschzug und einem Abrollbehälter - Atemschutz unter Leitung von Brandamtmann Dirk Mettenberger.
Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen und der Schnelleinsatzgruppe sowie einem Notarzt und einem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst vor Ort.

Der Schaden dürfte sich wohl auf 60.- 80.000 € belaufen. Die Ursache steht noch nicht genau fest. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine Brandwache blieb noch bis vier Uhr vor Ort.
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel