Aus bislang unbekannter Ursache brach ein 80-Jähriger im Schönbuch leblos zusammen. Ersthelfer alarmierten daraufhin die Rettungskräfte. Kräften des Rettungsdienstes und dem Notarzt gelange es den Mann zu reanimieren – doch gestaltete sich der Transport des 80-Jährigen aus dem Waldgebiet als schwierig. Zur Unterstützung wurde die Bergwacht Pfullingen sowie die Freiwillige Feuerwehr Ammerbuch alarmiert.

Gemeinsam wurde der Patient zum Rettungswagen transportiert, der ihn anschließend in eine Tübinger Klinik gebracht hat. Am Einsatz beteiligt waren elf Bergretter der Bergwacht Pfullingen, Rettungswagen und Notarzt vom DRK Tübingen, die Freiwillige Feuerwehr Ammerbuch und der DRK-Ortsverein Ammerbuch.

Arbeitsreiche Woche für die Helfer

Die Pfullinger Bergwacht war in der vergangenen Woche bereits mehrfach im Einsatz: Am Donnerstagabend war ein Mountainbiker auf der Wanne gestürzt und verletzte sich dabei schwer. Und tags zuvor war die Bergwacht sogar zwei Mal im Einsatz: kurz vor 12 Uhr wurde die Bergwacht zunächst zur Breitenbachquelle zwischen Pfullingen und Gönningen alarmiert. Bei einer Wanderung stürzte eine Dame und verletzte sich dabei am Bein. Nach notärztlicher Versorgung durch den Rettungsdienst und die Bergwachtnotärztin, wurde die Patientin mittels Gebirgstrage zum Rettungswagen transportiert. Sieben Bergretter der Bergwacht Pfullingen waren hierbei im Einsatz. Knapp drei Stunden später folgte die nächste Alarmierung: Auf dem absteigenden Weg von der Ruine Hohenwittlingen Richtung Wolfsschlucht rutschte eine Frau ungünstig aus und verletzte sich am Bein. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde die Patientin, mittels Gebirgstrage, rund 400 Meter bis zum Rettungswagen abtransportiert. Im Einsatz waren sechs Bergretter der Bergwacht Bad Urach und sechs Bergretter der Bergwacht Pfullingen.

Radfahrerin stürzt im Neckartal

Auch die Bergwacht Rottweil war gestern gefordert: Eine Fahrradfahrerin kam im Neckartal bei Rottweil am Sonntag vom Weg ab und stürzte rund 20 Meter einen Steilhang hinunter. Aufgrund des unwegsamen Geländes sowie der akuten Absturzgefahr wurde die Bergwacht Rottweil zur Rettung alarmiert. Die elf Bergretter konnten die verletzte Frau vor einem weiteren Absturz sichern. Außerdem übernahm der Bergwacht-Notarzt die medizinische Versorgung. Mithilfe eines Flaschenzugs sowie in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Rottweil wurde die verletzte Frau aus dem Steilhang gerettet. Anschließend konnte Sie auf einem Wanderweg mit einer Trage zum Rettungswagen gebracht werden, welcher sie zur weiteren Untersuchung in ein nahegelegenes Krankenhaus brachte.

Bergwacht mahnt zur Vorsicht

Die DRK-Bergwacht Württemberg appelliert dabei, während der Corona-Krise keine risikoreichen Touren zu unternehmen. „Natürlich ist gegen einen Spaziergang, eine leichte Wanderung, eine Joggingrunde oder eine kleine Radtour nichts einzuwenden“, so Raimund Wimmer, Pressesprecher der DRK Bergwacht Württemberg. Es sei sinnvoll in Bewegung zu bleiben und an die frische Luft zu gehen sei wichtig, um gesund und fit zu bleiben. Wichtig dabei sei aber, dass die bestehenden Kontaktbeschränkungen beachtet und soziale Kontakte über die häusliche Gemeinschaft hinaus vermieden werden. „Bleiben Sie im näheren Umfeld Ihres Aufenthaltsortes, gehen Sie nirgends hin, wo eine Verletzung oder ein medizinischer Notfall einen schwierigen Abtransport erforderlich macht“ appelliert Raimund Wimmer.