Explosion in Rettenbach Schwere Explosion in einem Mehrfamilienhaus im Allgäu

Nach einer schweren Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Rettenbach am Auerberg hat die Polizei am Montagmorgen die letzte vermisste Person geborgen. Das Haus im Ostallgäu, in dem eine fünfköpfige Familie wohnte, wurde bei der Detonation am Sonntagmorgen komplett zerstört.

Explosion: Siebenjährige Tochter tot geborgen

Nach der vermissten siebenjährigen Tochter wurde bis Montagmorgen mit allen Kräften gesucht. Wie der Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes Sohrab Taheri über Twitter bekanntgab, konnte das Mädchen nur tot geborgen werden.

Die Polizei bestätigt wenig später, dass es sich bei dem um 7:15 unter den Trümmerteilen gefundenen Mädchen mutmaßlich um die vermisste Siebenjährige handelt.

Unglück in Rettenbach: Vater tot, Mutter schwer verletzt

Im Haus befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion die beiden Eltern sowie eines der drei Kinder. Die 39-jährige Mutter konnte am Sonntagmittag schwer verletzt geborgen werden. Nach Mitternacht fanden die Einsatzkräfte in den Trümmern den vermissten 42-Jährigen, bei dem es sich um den mutmaßlichen Familienvater handelt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Polizei: Ursache der Explosion in Rettenbach war eine defekte Gasleitung

Eine defekte Gasleitung hat die verheerende Wohnhausexplosion mit zwei Toten im Allgäu verursacht. Wie die Polizei am Montag berichtete, wurde neben dem komplett zerstörten Gebäude eine beschädigte Leitung für Flüssiggas entdeckt. Dadurch sei wohl über einen längeren Zeitraum Gas in das Haus geströmt, obwohl das Gebäude selbst keinen Gasanschluss gehabt habe. „Wie diese Beschädigung verursacht wurde und wie das Flüssiggas in das Wohnanwesen gelangte, ist noch nicht abschließend geklärt“, sagte ein Polizeisprecher.

1,5 Millionen Euro Schaden – Nachbarhaus unbewohnbar und Autos zerstört

Der Schaden, den die Explosion angerichtet hat, wird auf mindestens 1,5 Millionen Euro geschätzt. Durch die Explosion wurde ein angrenzendes Haus schwer und zwei weitere leicht beschädigt. 15 Anwohner mussten ihre Wohnanwesen verlassen und werden teilweise in Ersatzquartieren untergebracht. Auch alle Fahrzeuge vor dem Haus wurden ebenfalls zerstört.

Am Montagmorgen befanden sich noch 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerkes und des Rettungsdienstes sowie Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Marktoberdorf und der Kriminalpolizei vor Ort. Zudem betreut ein Kriseninterventionsteam weiterhin betroffene Personen.

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