Gegen 16 Uhr fuhr ein Renault in der Zwiefalter Straße. Dessen Fahrerin bog nach links in Richtung Stadtmitte ab. Der 24-Jährigen kam allerdings ein Fiat entgegen: Dass der Vorfahrt hatte, darauf achtete die Autofahrerin nicht. Die Fahrzeuge stießen daher zusammen. Die Unfallverursacherin sowie der 57-jährige Lenker des Renault trugen bei dem Unfall leichte Verletzungen davon. Die Frau kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Die Fahrzeuge waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit. Abschlepper bargen sie. Den Gesamtsachschaden an den Wagen schätzt die Polizei auf ungefähr 12 000 Euro.
In Baden-Württemberg und Deutschland zählt die Unfallursache „Vorfahrt und Vorrang“ in den letzten Jahren regelmäßig zu den Hauptursachen bei Verkehrsunfällen, auch mit tödlichen Folgen, teilt das Polizeipräsidium Ulm mit. Die Ursachen für Vorfahrtsverletzungen sind demnach vielfältig und reichen von der falschen Einschätzung der Verkehrs- und Rechtslage bis zur Unaufmerksamkeit im entscheidenden Moment.
Es werden Abstände und Fahrgeschwindigkeiten der bevorrechtigten Fahrzeuge falsch eingeschätzt oder aber zu früh auf das richtige Verhalten des Wartepflichtigen vertraut. Deshalb muss, wer die Vorfahrt zu beachten hat, rechtzeitig durch sein Fahrverhalten zu erkennen geben, dass er warten wird.
Weiterfahren darf nur, wer übersehen kann, dass er den Vorfahrtsberechtigten weder gefährdet noch wesentlich behindert. Eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr, ob als Kraftfahrer, Fahrradfahrer oder Fußgänger, erfordert jederzeit die volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen.