Heroldstatt Es folgt die nächste „schwarze Null“

Fast eine Million Euro war im Etat 2017 für den Umbau der Schule in Heroldstatt eingestellt worden. Daraus wurden 925 000 Euro als Haushaltsrest gebildet.
Fast eine Million Euro war im Etat 2017 für den Umbau der Schule in Heroldstatt eingestellt worden. Daraus wurden 925 000 Euro als Haushaltsrest gebildet. © Foto: Jürgen Kühnemund
Heroldstatt / Jürgen Kühnemund 05.12.2018

Durch ein nochmaliges gesteigertes Steueraufkommen fällt die Jahresrechnung 2017 deutlich besser aus, als es der Haushaltsplan ausgewiesen hatte, sagte Kämmerer Werner Zimmermann am Montagabend im Gemeinderat. „Wir haben unsere finanzielle Leistungsfähigkeit nochmals gesteigert“.

Entscheidend war nicht zuletzt, dass aus der Allgemeinen Rücklage nur eine Summe von 364 760,04 Euro entnommen werden musste. Angedacht waren da zunächst 1,12 Millionen Euro gewesen um die anstehenden Aufgaben zu erledigen. Somit hat Heroldstatt zum Jahresende 2017 noch fast eine Million Euro in der Rücklage. Gelder, die man aber in Zukunft auch brauchen werde. Zimmermann nannte dazu die Stichworte Schulausbau und -sanierung sowie den Breitbandausbau.

Folglich brauchte Heroldstatt auch keine Kredite und wie seit 2005 ist die ProKopf-Verschuldung bei null Euro. Im Land liegt die ProKopf-Verschuldung vergleichbarer Kommunen im Schnitt bei 550 Euro.

Die Jahresrechnung hat nach Worten Zimmermanns ein Gesamtvolumen von knapp 10,812 Millionen Euro. Davon entfallen 8 774 211,55 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 2 037 733,09 Euro auf den Vermögenshaushalt. Die tatsächliche Zuführung an den Verwaltungshaushalt, das ist die Netto-Investitionsrate, beträgt fast 1,055 Millionen Euro.

Für die Erledigung aller anstehender Aufgaben musste die Gemeinde 2017 eine Summe von 364 760,04 Euro der Allgemeinen Rücklage entnehmen. Verbleibt zum Jahresende aber ein Stand von 935 085,41 Euro. Dazu kommen Sonderrücklagen (Erddeponie, Abwasser, Abfall, Wasser) mit 186 450,62 Euro.

Laut Zimmermann sind in 2017 fast Zweidrittel der gesamten Investitionen in Baumaßnahmen geflossen. Als Beispiel nannte er dazu die Erschließungsmaßnahmen für das Baugebiet „Im Brunnengässle II“. Für den Grundschulausbau war fast eine Million Euro veranschlagt, der Sportboden in der Berghalle ist wieder up-to-date. Hier lagen die Kosten bei fast 154 000 Euro. Zur Realisierung des Bahnhofs Merklingen hat Heroldstatt einen Investitionskostenanteil von 478 971 Euro erbracht, so Zimmermann weiter. Der Friedhof hat neue Grabfelder mit Urnenerdröhren erhalten, der Fahrzeug- und Gerätebestand beim Bauhof wurde ergänzt, erste Leerrohre für die Breitbandverkabelung verlegt. Der Rat stimmte dem Zahlenwerk einmütig zu.

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