Eine 40jährige PKW-Lenkerin verlor am Freitagabend in Metzingen die Kontrolle über ihr Fahrzeug und wurde durch Kollisionen schwer verletzt. Gegen 20:30 Uhr meldeten mehrere Anrufer dem Polizei Notruf, dass sich in der Wilhelmstraße ein Fahrzeug überschlagen hätte. Beim Eintreffen der ersten Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst war die Fahrerin bereits durch Ersthelfer aus ihrem Fahrzeug geborgen worden, Retter übernahmen die weitere Versorgung.

Zu schnell unterwegs

Wie sich vor Ort herausstellte befuhr sie zuvor mit offenbar weit überhöhter Geschwindigkeit die Wilhelmstraße in Richtung Riederich. An einer Baustelle in einer Linkskurve, wo die Geschwindigkeit wegen der Fahrbahnverengung auf 30 km/h reduziert ist, kam ihr Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei schanzte der Mini zunächst über den erhöhten Bordstein und prallte in der Folge gegen die Treppe eines Hauseingangs. In der Drehung befindlich stieß der Kleinwagen auch gegen eine Hauswand und gegen einen weiteren Treppenaufgang. Daraufhin kippte der Mini aufs Dach und rutschte zurück auf die Fahrbahn.

Fahrerin nicht angegurtet

Die Fahrerin war offenbar nicht angegurtet, wurde schwer verletzt und musste mit dem Rettungswagen in eine nahegelegene Klinik verbracht werden. Der PKW Mini musste von einem Abschleppdienst geborgen werden. Der Gesamtsachschaden beträgt vermutlich über 40.000 Euro.

Alkohol im Spiel

Im Zuge der Unfallaufnahme ergab sich zudem der Verdacht der alkoholischen Beeinflussung bei der 40-Jährigen, weswegen im Krankenhaus auch eine Blutentnahme veranlasst wurde. Insgesamt waren mehrere Streifenwagen, Rettungskräfte des DRK, sowie drei Fahrzeuge mit 15 Personen der Feuerwehr Metzingen im Einsatz. Die Unfallermittlungen hat der Verkehrsdienst der Verkehrspolizeiinspektion Tübingen übernommen.
„Viele Schaulustige“, bilanzierte Metzingens Feuerwehr-Kommandant Hartmut Holder an der Unfallstelle. Anwohner und Besucher nahegelegener Gastronomie-Betriebe waren auf die Straße geeilt. „Kurz gucken, was das für ein Krach war, ist ja mal Ok. Aber wir hatten Mühe, uns den nötigen Platz für unsere Einsatzfahrzeuge zu verschaffen.“