Am Donnerstagmorgen, 14. Januar, gegen vier Uhr, hat sich ein Schwertransport mit einer Überbreite von fünf Metern, durch Bad Urach geschlängelt.

Neue Silos für Asphaltwerk in Bad Urach

Ein Asphaltwerk in Bad Urach sollte neue Silos bekommen, welche energieeffizienter arbeiten und den Asphalt länger heiß halten. Der erste Lkw schaffte es noch ohne Probleme ans Ziel. Jedoch die beiden anderen Schwertransporte, die gegen fünf Uhr durch Bad Urach fuhren, hatten es da schon weitaus schwerer. Bis zur Neuffener Straße, am Ortsausgang von Bad Urach in Richtung Hülben schafften es die zwei Lkw und ihre Begleitfahrzeuge.

Albaufstieg: Trotz Schneeketten kein Weiterkommen

Am Albaufstieg angekommen behinderten Falschparker und uneinsichtige Autofahrer trotz Polizeibegleitung die Transporte, mehrere Autofahrer missachteten die Weisungen der Polizei, so dass die Schwertransporte mit ihrer Last anhalten mussten und anschließend aufgrund des starken Schneefalls und der Steigung nicht mehr weiter kamen. Innerhalb kürzester Zeit hatte es kräftig geschneit und es bildete sich eine geschlossene Schneedecke. Die Schwertransporter zogen Schneeketten auf, aber selbst damit war kein Vorwärtskommen mehr möglich.

Radlader mussten Schwertransporter ziehen

Der Räumdienst der Straßenmeisterei musste mehrfach rückwärts die L250, den Albaufstieg herabfahren, um die Fahrbahn zu räumen und zu salzen. Ein Bauunternehmen, das in Bad Urach die Schneeräumung durchführt, war ebenfalls mit zwei Fahrzeugen im Einsatz. Mit Radladern wurde Split auf die Fahrbahn ausgebracht. Dies führte auch noch nicht zu dem gewünschten Erfolg, so dass die Empfänger-Firma, ein Asphaltwerk etwa 500 Meter außerhalb von Bad Urach, mit einem schweren und großen Radlader die Schwertransporte nacheinander den Albaufstieg an Stahlseilen hochziehen musste.

L250: Massive Verkehrsbehinderungen

Zwischenzeitlich fuhren dann die Falschparker und uneinsichtigen Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge weg. Gegen 8.30 Uhr waren die Transporter dann an ihrem Ziel. Ein schwerer Autokran einer Reutlinger Firma und dessen begleitender Sattelzug, welcher schwere Gewichte für den Autokran geladen hatte, musste warten, bis die Schwertransporter ihr Ziel erreicht hatten. Während der gesamten Aktion gab es für den Verkehr kein Durchkommen. Autos mussten wenden und andere Lkw und Busse mussten warten. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen. Die Polizei war mit drei Fahrzeugen und vier Einsatzkräften vor Ort.